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Update-Debakel  

Berlin bleibt auf Windows XP sitzen

23.03.2015, 19:17 Uhr | t-online.de

Update-Debakel: Berlin bleibt auf Windows XP sitzen. Microsoft Windows XP (Quelle: dpa)

Das veraltete Betriebssystem Windows XP bereitet Behörden erhebliche Probleme. (Quelle: dpa)

Der Berliner Senat steuert auf ein teures Sicherheitsdebakel zu, warnen Grüne und Piraten. Ende letzten Jahres liefen noch 40 Prozent der über 70.000 Behörden-Rechner mit Windows XP. Auch ein Jahr nach dem Support-Ende des veralteten Betriebssystems steckt die Umstellung auf Windows 7 noch in den Kinderschuhen, wie eine Anfrage der Grünen-Fraktion ergab.

Mitte April 2015 endet für die Berliner Verwaltung der verlängerte Support für Windows XP. Die Senatsverwaltung kaufte für insgesamt rund 300.000 Euro ein Notfallpaket, das die Sicherheit von knapp 30.000 XP-Rechner gewährleisten sollte. Wie viele Computer-Arbeitsplätze seitdem mit einem neueren und sicheren Betriebssystem ausgestattet wurden, konnte Innenstaatsekretär Andreas Statzkowski (CDU) nicht beantworten.

Kein Überblick über Windows XP

Auch die Zahl der Arbeitsplätze, die bis zum Stichtag am 14. April noch auf Windows 7 oder ein Linux-System aktualisiert werden können, ist offen. Die nächste IT-Bestands- und Planungsübersicht steht erst am 31. März an. Aber auch danach wird es womöglich keinen genauen Überblick über die Anzahl von XP-Rechnern in der Berliner-Verwaltung geben: "Es liegt in der Natur dieser IT-Bestandserhebung, dass nicht alle Fragen zum IT-Betrieb im Land Berlin daraus zu beantworten sind", schreibt Statzkowski in seiner Antwort.

Den Behörden bereiten offensichtlich ungenügende Standards zur technischen Ausstattung des "Berlin-PCs" und sogenannte Fachverfahren für die Freigabe für Windows 7 Probleme. "Nach den hier vorliegenden Informationen besteht für 75 Fachverfahren keine Freigabe zur Lauffähigkeit unter Windows 7", heißt es. Zur Freigabe von 16 weiteren Verfahren gebe es keine ausreichenden Informationen.

"Berlin-PC" ohne Internet?

Und was passiert mit den verbleibenden XP-Rechnern, wenn der Support-Vertrag am 14. April ausläuft? Nach Einschätzung von Microsoft und des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik bestehen erhebliche Sicherheitsrisiken – besonders wenn diese mit dem Internet verbunden sind, schreibt Statzkowski. Zwar laufe auf den Computern noch bis Ende 2015 ein Virenschutzprogramm, das Windows XP unterstützt, die betroffenen Rechner sollten dennoch vom Internet getrennt werden – sofern keine dienstlichen Gründe dagegen sprechen.

Die Grünen prangern bereits seit Jahren den schleppenden System-Wechsel und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken an. Die Berliner Verwaltung öffne ein Scheunentor für Cybercrime, warnte der Abgeordnete Thomas Birk im Januar 2014. Auch der Piraten-Abgeordnete Simon Weiß stellte ein Anfrage an die Senatsverwaltung und erhielt eine ähnlich "ernüchternde Antwort", wie er berichtet.

"In Ermangelung neuerer Zahlen – und in Anbetracht der Tatsache, dass von einem Einsatz über den Ablauf des Supports hinaus ein Sicherheitsrisiko ausgeht – wird dem Senat womöglich nichts anderes übrig bleiben, als erneut eine Supportverlängerung mit Microsoft auszuhandeln", meint Weiß.

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