System-Backup

Ihre Rettung, wenn Windows 10 quer schlägt

17.08.2015, 08:50 Uhr | yba, fs

Beim Upgrade auf Windows 10 sind Datenverluste nicht ausgeschlossen – ein Backup hilft.

Das Update auf Windows 10 ist zwar kostenlos, dennoch sollten Nutzer die Installation des neuen Betriebssystems nicht überstürzen. Wer vor dem Umstieg auf Windows 10 kein Backup anlegt, riskiert Datenverluste und versperrt sich womöglich sogar den Weg zurück zum alten Windows. Wir erklären, wie Sie Ihr System und Ihre Daten vor der Vernichtung schützen.

Das Upgrade auf Windows 10 lässt die persönlichen Dateien in der Regel zwar unangetastet, allerdings ist die Installation eines neuen Betriebssystem immer ein tiefgehender Eingriff. Wenn etwas schief läuft – etwa wegen unverträglicher Hardware und Software, Überhitzung des Notebooks oder Stromausfall – drohen massive Datenverluste. Daher rät auch Microsoft zur Sicherung des Systems und aller persönlichen Dateien.

Drei Windows-Werkzeuge zur Datensicherung

Mit den Werkzeugen von Windows 7 und 8.1 können Sie drei verschiedene Arten von Backups anlegen: eine schlichte "Systemwiederherstellung", die Funktion "Sichern und Wiederherstellen" und ein komplettes "Systemabbild".

System-Backup: Ihre Rettung, wenn Windows 10 quer schlägt

Windows 7 bietet einfache Werkzeuge zur Erstellung eines kompletten System- und Daten-Backups.

Im Fenster "Eigene Dateien sichern und wiederherstellen" finden Sie auf der linken Seite verschiedene Optionen zur Datensicherung. Wählen Sie "Systemabbild erstellen".

Windows prüft anschließend die verfügbaren Speicherziele. Die angeschlossene USB-Festplatte sollte automatisch erkannt werden.

Wenn Sie ein komplettes Systemabbild anlegen möchten, belassen Sie es bei der Standardeinstellung "Auswahl durch Windows".

Im nächsten Schritt können Sie auswählen, welche Festplatten-Laufwerke in das Systemabbild aufgenommen werden sollen.

Ist die Auswahl getroffen, verrät Windows wie viel Speicherplatz die Sicherung benötigen wird. Ist auf Ihrem USB-Laufwerk genug Platz und stimmt die Auswahl der zu sichernden Partitionen, klicken Sie auf "Sicherung starten".

Ist die Komplett-Sicherung erfolgreich abgeschlossen, sollten Sie einen "Systemreparaturdatenträger erstellen". Dazu benötigen Sie eine CD,DVD oder einen USB-Stick.

Geben Sie in dem Dropdown-Menü das Speichermedium an, für das Sie sich entschieden haben. Mit einem Klick auf "Datenträger erstellen" wird Windows darauf ein bootfähiges Mini-Windows anlegen.

Der Vorteil der "Systemwiederherstellung": Sie wird automatisch in regelmäßigen Abständen erstellt – etwa vor jedem Windows-Update. Diese schlichte Backup-Funktion kann Veränderungen an Windows bis zu einem gewissen Datum in der Vergangenheit zwar rückgängig machen. Persönliche Dateien schützt die Systemwiederherstellung aber nicht.

Ihre Dokumente, Fotos und weitere persönliche Dateien können Sie mithilfe von "Sichern und Wiederherstellen" gezielt vor dem Datenverlust schützen. System- und Programmdateien werden hier explizit ausgeschlossen. Das spart Speicherplatz. Sollte das Upgrade auf Windows 10 aber Ihr derzeitiges Betriebssystem zerschießen, ist der Reparaturaufwand ohne ein komplettes Backup entsprechend höher.

Für eine umfassende Sicherung aller Dateien, Programme und Systemeinstellungen ist das "Systemabbild" gedacht. Die Funktion spiegelt den Gesamtzustand des Systems und stellt so sicher, dass nichts verloren geht. Wenn Ihnen Windows 10 nicht gefällt, können Sie so auch zu Ihrem alten Windows zurückkehren. Der Nachteil: Das sogenannte Image benötigt sehr viel Speicherplatz. Außerdem lassen sich anschließend keine einzelnen Dateien aus dem Image herausziehen. Bei der Wiederherstellung heißt es also: ganz oder gar nicht.

Ein Backup gehört nicht auf die Festplatte: Ihr Backup sollten Sie direkt auf einer externen Festplatte, DVD oder Blu-ray Disc speichern. Da ein Abbild des kompletten Systemlaufwerks aber leicht 30 bis 100 Gigabyte und mehr Speicherplatz in Anspruch nimmt, empfehlen wir eine externe Festplatte mit mindestens 200 Gigabyte freiem Speicherplatz.

Windows sichern, so geht's:

  • Die Datensicherung starten Sie über die Systemsteuerung von Windows.
  • Im Bereich "System und Sicherheit" finden Sie den Eintrag "Sichern und Wiederherstellen".
  • Anschließend können Sie entscheiden, ob Sie ein komplettes Systemabbild erstellen wollen oder nur ein Backup Ihrer persönlichen Dateien anlegen möchten.
  • Für Letzteres entfernen Sie das Häkchen bei "Systemabbild erstellen" und wählen Sie die benutzerdefinierten Einstellungen.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Erstellung eines kompletten Systemabbild finden Sie in unserer Foto-Show.

Reparatur-CD nicht vergessen

Sollte Windows nicht mehr starten, nützt auch ein komplettes System-Backup wenig. In diesem Fall ist eine bootfähige Reparatur-CD/DVD die Rettung. Der Systemreparaturdatenträger startet ein Mini-Windows für derartige Notfälle. Zusammen mit einem Systemabbild auf einer USB-Festplatte bleibt Ihnen dann sogar bei einem Totalschaden Ihres Rechners ein kompletter Datenverlust erspart.

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