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Computer gewinnt erstes Match gegen Go-Weltmeister Lee Sedol

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1:0 für die künstliche Intelligenz  

Computer gewinnt Auftakt-Match gegen Go-Weltmeister

09.03.2016, 13:34 Uhr | AP, dpa, AFP

Computer gewinnt erstes Match gegen Go-Weltmeister Lee Sedol. Go-Weltmeister Lee Sedol hat in Seoul das erste Spiel gegen Googles KI-Programm AlphaGo verloren. (Quelle: AP/dpa/Lee Jin-man)

Go-Weltmeister Lee Sedol hat in Seoul das erste Spiel gegen Googles KI-Programm AlphaGo verloren. (Quelle: Lee Jin-man/AP/dpa)

Das überrascht Go-Spieler und Experten für künstliche Intelligenz: Im Duell zwischen Mensch und Maschine hat Weltmeister Lee Sedol die erste Partie gegen den Computer AlphaGo verloren. Das asiatische Brettspiel Go ist noch komplizierter als Schach und gilt für Computer als besonders schwer zu knacken.

Experten für künstliche Intelligenz hatten bis vor Kurzem noch prognostiziert, es würde ein weiteres Jahrzehnt dauern, bis Computer professionelle Go-Spieler schlagen könnten. Allerdings hatte Googles AlphaGo-Programm dann im vergangenen Jahr bereits den Europameister Fan Hui besiegt.

AlphaGo wurde von Programmierern des britischen Unternehmens Deep Mind entwickelt, das von Google aufgekauft wurde.

Weltmeister kapituliert nach dreieinhalb Stunden

Der Südkoreaner Lee wurde schon mit zwölf Jahren Profi und hat 18 internationale Titel gewonnen. Er nahm die Herausforderung siegessicher an: "Haushoch" werde er gewinnen, verkündete der 33-Jährige im Februar. Er räumte zwar ein, dass Menschen eher Fehler machten als Maschinen. Zugleich erklärte er, auch nur eine Partie zu gewinnen, wäre schon ein Sieg für den Computer.

Heute musste er nach dreieinhalb Stunden kapitulieren, da er keine Siegeschancen mehr sah. 

Lange Zeit hatten die kommentierenden Go-Experten auf YouTube von einem "engen Spiel" zwischen AlphaGo und Lee gesprochen. Chris Garlock vom amerikanischen Go-Verband nannte den Ausgang eine "große Überraschung".

AlphaGo lässt sich von Lee nicht austricksen

Nach einem konventionellen Anfang fiel schon der vierte Zug von Lee ungewöhnlich aus. In die Software wurden Millionen Spielzüge der besten Spieler eingespeist. Sie greift darauf zurück, um die wahrscheinlichen nächsten Züge des Gegners vorherzusagen und gezielt nach Antworten darauf zu suchen. Auf einem Spielbrett mit 361 Feldern wäre sonst die Vielzahl der möglichen Varianten auch für einen modernen Computer nicht schnell genug zu berechnen. 

AlphaGo ließ sich von Lees Trick-Zug nicht überrumpeln und spielte ungewöhnlich offensiv für einen Computer, erklärten Experten. Nach zweieinhalb Stunden zeigte der zuvor weitgehend regungslose Lee erste Anzeichen von Uhruhe.

Die Spieler haben in dem Match jeweils zwei Stunden Zeit pro Partie für ihre Züge. Zunächst verbrauchten AlphaGo und Lee ihre Zeit weitgehend gleichmäßig – bis jeweils 45 Minuten übrig blieben. Danach machte Lee seine Züge viel schneller, zum Teil binnen weniger Sekunden. Als er aufgab, hatte er noch 28 Minuten und 28 Sekunden auf der Uhr übrig und AlphaGo fünf Minuten und 30 Sekunden.

Go: Hochkomplexes Spiel mit einfachen Regeln

Die Regeln des ursprünglich aus China stammenden Go sind im Prinzip einfach: Zwei Spieler versuchen, auf einem Spielbrett – ein Gitter von 19 vertikalen und 19 horizontalen Linien – Gebiete zu erobern. Dafür setzen sie abwechselnd schwarze und weiße Steine. Komplett eingekreiste Steine des Gegners werden vom Brett genommen. 

Spiele sind live auf YouTube zu sehen

Bis zum 15. März werden die fünf Spiele von Lee gegen AlphaGo bei YouTube übertragen. Es geht dabei auch um ein Preisgeld von einer Million Dollar. Sollte der Computers gewinnen, wird das Geld gespendet. 

zum Livestream bei Youtube

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