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Google schafft Windows-Computer ab

01.06.2010, 08:46 Uhr | Sascha Plischke, t-online.de

Google schafft nach Hacker-Attacke Windows-PC ab. Goodbye Microsoft: Internet-Riese Google will künftig auf Windows verzichten.

Goodbye Microsoft: Internet-Riese Google will künftig auf Windows verzichten. (Quelle: dpa)

Google will in Zukunft seinen Mitarbeitern keine Computer mit Windows mehr zur Verfügung stellen. Das berichtete die Financial Times am Montag. Demnach habe der Konzern nach den Aufsehen erregenden Hacker-Attacken Anfang des Jahres entschieden, dass Windows-PC ein zu großes Sicherheitsrisiko darstellten. Neue Mitarbeiter sollen nur noch zwischen Apple-Computern und PC mit Linux-Betriebssystem wählen können. Bereits eingesetzte Windows-PC sollen Stück für Stück ersetzt werden. Von dem Schritt sind weltweit 10.000 Angestellte betroffen.

Google hat sich offenbar entschieden, dem Microsoft-Betriebssystem mittelfristig den Rücken zu kehren. "Wir machen nicht mehr in Windows", sagte ein Google-Angestellter der Financial Times. "Das ist eine Sicherheitsmaßnahme." Durch einen Umstieg auf Mac-Computer und PC mit Linux will der Konzern seine Systeme weniger angreifbar für Hacker machen, nachdem eine Lücke im Microsoft-Browser Internet Explorer zu einem spektakulären Diebstahl von Firmengeheimnissen durch chinesische Hacker geführt hatte. "Linux ist Open Source und wir haben ein gutes Gefühl dabei", zitierte die Financial Times einen weiteren Angestellten. "Bei Microsoft haben wir kein so gutes Gefühl."

Windows nur mit Erlaubnis von ganz oben

In der Vergangenheit hatten Google-Mitarbeiter frei entscheiden können, welches Betriebssystem sie für ihre tägliche Arbeit nutzen wollen. Jetzt landet Windows jedoch auf einer schwarzen Liste des Konzerns und steht nicht mehr ohne Weiteres zur Verfügung. Den Einsatz eines Windows-Computers müssen leitende Angestellte schriftlich genehmigen, sagte ein Angestellter. "Für neue Windows-Maschinen ist jetzt die Erlaubnis des IT-Chefs erforderlich." Doch auch ohne die neue Unternehmenspolitik seien zahlreiche Google-Mitarbeiter von Windows abgerückt. "Viele haben Windows aufgegeben und sind nach den China-Hacks vor allem auf Apples Mac-Computer umgestiegen."

Windows anfälliger für Viren-Attacken

Windows gilt als besonders anfällig für Malware-Attacken. Diese Verwundbarkeit basiert vor allem auf der großen Verbreitung des Systems, die es für Online-Kriminelle zu einem besonders lohnenden Ziel macht. Mit einer Schadsoftware können die Banden deutlich mehr Computer angreifen als bei anderen Betriebssystemen mit deutlich geringerer Verbreitung. Ein Umstieg auf ein anderes System bietet jedoch nur bedingt Schutz. Sollten für Hacker attraktive Ziele wie Unternehmen von der Größe Googles verstärkt umsteigen, dürften auch die Kriminellen ihren Fokus verschieben und verstärkt Malware auch für alternative Betriebssysteme verschicken.

Langfristiger Umstieg auf Google-Produkte geplant

Auf lange Sicht will Google jedoch generell auf Systeme von Drittherstellern verzichten. Unabhängig von der aktuellen Umstellung plane der Konzern seit längerem, seine Computer mit Google-Produkten zu betreiben. So habe die Unternehmensführung schon vor den Hacker-Angriffen geplant, sensible Systeme zum Beispiel auf das Google-Betriebssystem Chrome umzustellen. Das steckt jedoch noch in den Kinderschuhen, weshalb wohl der Entschluss zum Zwischenschritt über verlässliche Windows-Alternativen gefallen ist. Die Google-Mitarbeiter selbst sind jedenfalls nicht traurig über den Schritt. Zwar seien einige Kollegen unzufrieden, weil sie nicht mehr die freie Wahl des Betriebssystems hätten. Die Aufgabe von Windows sei jedoch leicht zu verschmerzen, so ein Mitarbeiter. "Es hätten sich mehr Menschen aufgeregt, wenn sie uns statt Windows den Einsatz von Macs verboten hätten."

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