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Luzias erster Blick – ein Geburtshaus

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Geburtshaus  

Luzias erster Blick – ein Geburtshaus

19.11.2008, 12:37 Uhr | Robert Scholz

Der Ansatz

Diese verfolgen Großteils einen modernen, ganzheitlichen Ansatz. Die Entbindung soll in persönlicher und entspannter Atmosphäre stattfinden. Die Bedürfnisse der Schwangeren, ihre Wünsche und eventuellen Ängste stehen im Mittelpunkt. Die Räumlichkeiten sind bewusst fern der Kreissaalästhetik gehalten. Während der Geburt gilt strikt das 1:1-Prinzip (eine Hebamme - eine Schwangere). In den Häusern können sowohl ambulante als auch (im Einzelfall) stationäre Geburten erfolgen, hier sollten sich Luzias Eltern am Wohnort erkundigen. Der ganzheitliche Ansatz bezieht auch die Nachsorge mit ein, wie häusliche Wochenbettbetreuung und Unterstützung in der Umstellungsphase, so dass die ersten Wochen des neuen Lebens fachliche Begleitung finden können. Im Notfall sehen die internen Regularien der Häuser meist sofortige Verlegung in nahe Krankenhäuser vor, aber in Einzelfällen sind auch Fachärzte in das Versorgungsangebot der Häuser integriert.

Qualitätsmanagement und Kostenübernahme

Intensive Betreuung, besser gewährleistet als im Krankenhaus, so vermittelt das die Bundesstelle der deutschen Geburtshäuser, das Netzwerk der Geburtshäuser e.V. Im Jahr 2000 gegründet, wird hier die Arbeit der Häuser koordiniert, verbindliche Qualitätsstandards festgesetzt, sowie die Verankerung der Häuser in das bestehende Flechtwerk des Gesundheitssystems vorangetrieben. Letzteres ist entscheidend für die Frage der Kostenübernahme. In den beiden letzten Punkten haben die alternativen Geburtsstätten in den letzten Jahren bzw. Monaten Fakten geschaffen. Bereits 2001 wurde eine bundesweite Koordinationsstelle für das Qualitätsmanagement des Netzwerks etabliert. Ein Leitfaden, entwickelt von den Geburtshäusern selbst, den entsprechenden Berufsverbänden, den Krankenkassen und dem Medizinischen Dienst der Versicherer, soll die flächendeckende Einführung eines Qualitätsmanagements forcieren. Die Zertifizierung nach dem geltenden ISO Standard 9001 kann dann angestrebt werden. Bisher sind 55 Häuser in das QM-System eingebunden - 19 davon zertifiziert, 20 stehen davor.

…und die Kosten?

Nach 20 Jahren des Bestehens und einem Jahr Verhandlung konnten sich die Berufsverbände der Hebammen und das Netzwerk der Geburtshäuser im Juni 2008 mit den Spitzenverbänden der Krankenkassen einigen. Die Betriebskosten jeder Geburt werden von den Kassen pauschal mit bis zu 550 EUR gestützt. Hinzu kommt die Übernahme der Hebammenleistung. Bisher mussten die Eltern Einzelvereinbarungen mit ihren Kassen treffen. Damit liegt die Pauschale unter den Kassenleistungen für eine Krankenhausgeburt. Jenseits der Betriebskosten gibt es auch weiterhin privat zu zahlende Zusatzkosten, deren Höhe am jeweiligen Standort zu klären und deren Übernahme im Einzelfall mit der jeweiligen Kasse zu verhandeln ist – wie zum Beispiel die Rufbereitschaftspauschalen.

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