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Klinikgeburt  

Luzias Geburt im städtischen Klinikum

19.11.2008, 15:36 Uhr | Robert Scholz

Wenn Luzias Welt in einer Klinik beginnt, dann beginnt sie dort wie 97 Prozent aller neugeborenen Welten. Die Klinik ist die moderne und weit häufigste Art, sein Kind alles das erste Mal tun zu lassen. Sie bedeutet zeitnahe und technisch beste Notfallversorgung und ist auf bestem Weg, die veränderten Ansprüche der werdenden Eltern an die Geburt ihres Kindes in ihren Alltag aufzunehmen.

Schnell und sicher

Das Hauptargument für Luzias Eltern die Klinik für die Geburt ihrer Tochter zu wählen, ist mit einem Wort benannt und fasst zusammen, was die Mehrheit der Entscheidungen für die Klinik ausmacht: Sicherheit. Der schnelle Zugriff auf die technische Hochleistungsmedizin, die schnelle Kontrolle über unvorhersehbare Situationen während der Geburt und die sofortigen Diagnose- und Eingriffsmöglichkeiten bei eventuell auftretenden Auffälligkeiten des Säuglings. Schnell und sicher, das sind vornehmlich die Attribute in Bezug auf die klinische Geburt.

Imagewandel

Das etwas klinisch ist, hat bereits sprachlich traditionell einen negativen Beigeschmack. Die Kliniken bilanzieren, auch durch den generellen Geburtenrückgang, sinkende Belegzahlen, in einem gleichzeitig eng begrenzten Finanzierungsumfeld. Das hat zu einigen Bemühungen eines Imagewandels geführt. Auf die Bedürfnisse der Eltern wird verstärkt Wert gelegt. Es stehen verschiedene Einrichtungen der Geburtshilfe zur Wahl.

Qual der Wahl

Die Eltern können zwischen verschiedenen Geburtsmethoden, wie etwa der natürlichen, sanften oder der Wassergeburt, wählen. Hotelambiente auf der Wöchnerinnenstation oder reine Hebammenkreissäle; der Verzicht auf alte Rituale wie Rasuren und ähnliche Dinge, die moderne Frauen nicht mehr als akzeptabel erachten; selbstgewählte Gebärpositionen; persönliche Entscheidungsfreiheit in der Geburtsmethode; ein Wellnessambiente mit Sportgeräten, Gebärbetten, Gebärhocker und -badewanne, und dies alles bei größtmöglicher Sicherheit - das macht die Klinik für Eltern interessant. Umso mehr, als das an Universitätskliniken und akademischen Lehrkrankenhäusern zumeist so genannte Perinatalzentren angeschlossen sind. Was bedeutet, dass an die geburtshilfliche Klinik eine Kinderklinik mit einer Neugeborenenintensivstation gekoppelt ist.

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