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Wickeln: Das müssen Baby-Eltern wissen

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Wickeln  

Schief gewickelt? Hebamme gibt Tipps zum Windelwechsel

28.11.2014, 16:53 Uhr | iri, dpa-tmn, t-online.de

Wickeln: Das müssen Baby-Eltern wissen. Acht bis zehn Mal am Tag sollten Neugeborene gewickelt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Acht bis zehn Mal am Tag sollten Neugeborene gewickelt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Angebot an Babypflegeprodukten, speziell zum Wickeln, ist riesig. Von Wegwerfwindeln über Cremes bis hin zu Babypuder gibt es alles, was das Herz begehrt. Letztlich müssen Eltern selbst herausfinden, was ihrem Baby guttut. Oft klappt das Windelwechseln ohne eine ganze Batterie an Hilfsmitteln am besten. Hier können Sie Ihr Wickel-Wissen testen.

Da Neugeborene acht bis zehn Mal pro Tag gewickelt werden müssen, sollten Eltern sich hier gut auskennen und bestimmte Regeln beachten. Am Anfang ist es viel Theorie, nach wenigen Tagen beherrschen Eltern das Wickeln blind. Im Handel werden sie allerdings mit unzähligen Cremes, Windeltypen und Reinigungsprodukten konfrontiert. Die Hebamme Juliane Martinet aus Karlsruhe gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Stoff- oder normale Windeln?

"Das ist eine Glaubensfrage", sagt Martinet. Bei Stoffwindeln müssen sich Eltern auf viel Wäsche einstellen und für die Erstausstattung 200 bis 300 Euro in die Hand nehmen. Außer den Windeln braucht das Kind zusätzlich Überhöschen. Herkömmliche Windeln können dagegen empfindliche Babyhaut reizen. Denn sie enthalten Chemikalien, die Stuhl und Urin binden und die Windel so dicht halten. Einen Kompromiss können Eltern mit Biowindeln eingehen, die keine Zusätze enthalten. "Oder man variiert, indem man tagsüber mit Stoffwindeln wickelt und abends auf die Plastikvariante umsteigt."

Wie oft nachts wechseln?

In den ersten vier Wochen sollte das Baby nach dem Stillen gewickelt werden, etwa alle vier Stunden. Danach pendele es sich häufig so ein, dass das Kind nachts keinen Stuhlgang mehr hat. "Dann reicht es, wenn man zum Beispiel um Mitternacht und dann wieder morgens wickelt."

Mit oder ohne Wärmelampe?

Martinet hält sie für eine gute Investition. Babys seien beim Wickeln deutlich ruhiger und entspannter, wenn sie es warm haben. Von einem Heizlüfter rät sie hingegen ab, da er das Kind ständig anpustet. Eine Wärmelampe sei auch praktisch, wenn der Nachwuchs nach dem Baden friert und angezogen werden soll.

Welche Produkte braucht man wirklich?

Für den Wickelplatz empfiehlt Martinet, auf Feuchttücher zu verzichten. "Sie enthalten Alkohol und Duftstoffe, auch wenn auf der Packung oft was anderes steht." Der Babypo wird mit warmem Wasser ausreichend sauber. Ist die Haut stark verschmutzt, hilft Babyöl. Unverzichtbar ist auch eine Creme gegen Wundsein. Verzichten sollten Eltern dagegen auf Puder: "Es staubt und trocknet die Haut aus." Wer unterwegs wickeln muss, kommt um Feuchttücher meist nicht drum herum. Wichtig ist, mindestens zwei oder drei Windeln dabeizuhaben, Ersatzkleidung sowie Einmalwickelunterlagen.

Baby nie aus den Augen lassen

Oberstes Gebot beim Wickeln: Das Baby niemals unbeaufsichtigt auf der Wickelauflage liegenlassen! Das Kind könnte sich überraschend drehen und herunterfallen. Falls es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch zu einem Sturz gekommen ist, gilt zu allererst: Ruhe bewahren und die Reaktion des Babys beobachten. Schreit es laut, ist wahrscheinlich nichts passiert; leises Wimmern oder Schluchzen hingegen weist auf Schmerzen hin. Zuerst das Köpfchen auf Beulen und Wunden untersuchen, denn der Kopf ist am empfindlichsten. Das Kind in den nächsten Stunden genau beobachten, Anzeichen für eine Gehirnerschütterung sind beispielsweise Erbrechen oder Flüssigkeitsaustritt aus Nase und Ohren. Um sicher zu gehen, dass keine schweren Verletzungen vorliegen, sollte man in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.

Nasse Windeln sofort wechseln

Generell sollte bei der Wickelauflage darauf geachtet werden, dass sie einen erhöhten Rand und abgerundete Kanten hat, um Sturz- und Verletzungsrisiken zu minimieren. Sämtliche Wickelutensilien sollten griffbereit deponiert werden, damit immer eine Hand beim Baby bleiben kann. Sobald das Kind nass ist, am besten sofort wickeln, da sich aus dem Harnstoff im Urin Ammoniak bildet, welcher sehr aggressiv ist und die empfindliche Haut reizt, wenn die Windel zu lange am Po bleibt.

Frische Luft bei Windeldermatitis

Hat das Kind dennoch eine sogenannte Windeldermatitis, also einen entzündeten und wunden Hintern, helfen Kamillenbäder und Wundschutzcremes. Außerdem sollten häufiger als sonst die Windeln gewechselt und mindestens eine Stunde am Tag frische Luft an die Entzündung gelassen werden.

Sind Sie ein Baby-Experte? Testen Sie hier, ob Sie das "Wickel-Diplom" bestehen.

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