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Babybrei selber machen - Das müssen Eltern beachten

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Ernährung von Kleinkindern  

Babybrei selber machen?

09.09.2014, 12:27 Uhr | Robert Scholz, t-online.de

Babybrei selber machen -  Das müssen Eltern beachten. Wenn Sie Babybrei selber machen, können Sie über die verwendeten Zutaten bestimmen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn Sie Babybrei selber machen, können Sie über die verwendeten Zutaten bestimmen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Es ist zeit- und kostenaufwendig: Das Selbermachen von Babynahrung entspricht nicht der Schnelllebigkeit unserer Zeit. Gleichzeitig ist es die einzige Art und Weise Ihr Kind mit Grundstoffen, Vitaminen und Lebensmitteln zu versorgen, die Sie selbst bestimmen können. Was kann ich meinem Kind anbieten? Welche Effekte auf die Gesundheit sind zu erwarten? Wie sicher ist selbst gemachte Babynahrung gegenüber industriellen Produkten?

Richtige Babyernährung senkt das Diabetes-Risiko

Wagen wir gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) einen Ausblick auf das Jahr 2030. Die Häufigkeit des Diabetes Typs-2 wird bis dahin um 50 Prozent gestiegen sein. Früher nannte man diesen Typ Altersdiabetes, heute betrifft dieser Diabetes-Typ immer mehr Jugendliche. Schon jetzt geben die Krankenkassen jährlich etwa 15 Milliarden Euro aus, allein um diesen Diabetes-Typ zu behandeln. Das Krankheitsbild hat eine genetische Grundlage, wird aber durch die Kombination hoher Kalorienaufnahme bei geringem Kalorienverbrauch erst ausgelöst.

Die Ernährung spielt darüber hinaus eine wesentliche Rolle in der Krebsentstehung. Eine ballaststoffreiche, fettarme Ernährung, reich an Obst und Gemüse, senkt das Risiko sowohl für verschiedene Krebsarten, als auch für den oben genannten Diabetes-Typ, so der letzte Jahresbericht des Institutes.

Essen – ein Weg natürlicher Gesundheitsvorsorge

Der Geschmacksinn ist einer der ersten, der sich bei unserem Kind entwickelt. Das wäre ein idealer Ansatzpunkt für eine frühe Prägung auf gesunde und für die spätere Gesundheit vorsorgende Ernährung. Diesen Effekt nutzen aber auch die Hersteller industrieller Babynahrung. Nach Auffassung einiger kritischer Beobachter der Lebensmittelherstellung in diesem Bereich, fügen diese den Produkten Salze und Zucker bei, und dies in Mengen, die den natürlichen Bedarf des Kindes übersteigen würden.

Einige behaupten auch, dass industriellem Babybrei Aromen beigemengt werden. Dadurch soll ein Gewohnheitseffekt erreicht werden, so die Kritiker, eine Produktbindung. Der Griff ins Süßigkeitenregal an der Kasse wäre in den Folgejahren damit bereits angelegt.

Qualitätssicherung bei Babynahrung

Dem entgegen steht die aktuelle Gesetzeslage. Die Herstellung und Beimengung von Zusatzstoffen für die Säuglings- und Kleinkindnahrung wird in der Diätverordnung geregelt. Dort sind die erlaubten Zusatzstoffe festgelegt – Aromen sind nicht gestattet. Auch werden die Vorprodukte in ihrer Qualität klar umrissen. Pestizide und andere Pflanzenschutzmittel dürfen in der Rohware vom Feld nicht enthalten sein. Ein klares Regelwerk, an das sich die Hersteller zu halten haben.

Dass sie sich daran halten, soll die staatliche Lebensmittelüberwachung sicherstellen. Bei allen Skandalen in diesem Bereich gilt dennoch: Baby- und Kleinkindnahrung sind die am besten kontrollierten industriellen Lebensmittel, sowohl von Herstellerseite aus, als auch staatlicherseits. Dies gilt übrigens für jegliche Babynahrung, auch die ohne das vorangestellte Marketinglabel "Bio".

Babybrei selber machen

Bei selbst gefertigter Babynahrung stellt sich erneut die Frage, welche Rohprodukte verwendet werden. Diese sind im Zweifelsfall weniger engmaschig kontrolliert, als die in der „Gläschenfabrik“ eines Babykostproduzenten. Deswegen ist hier die Auswahl sehr wichtig. Hier gewinnt die Marke „Bio“ wieder an Gewicht.

Vor allem die behutsam dosierte Zugabe von würzenden Zusätzen, wie Kräutern, Lebensmittelöle und Salz, bereichert die Ernährung des Säuglings und prägen spätere Geschmacks- und damit auch Essgewohnheiten. Nur beim Selbstkochen kann diese von Ihnen auch selbst beeinflusst werden. Ziel sollten die vom DIfE entwickelten Grundsätze gesunder und gesundheitspräventiver Ernährung sein.

Den geschmacklichen Grundstein legen

Es finden sich eine Fülle von Informations- und Rezeptangeboten im Internet, die das Selbstkochen des Babybreis erleichtern und auch mit ganz praktischen Tipps versehen. Gut strukturiert zusammengefasst mit Rezeptvorschlägen und Hintergründen, lässt sich ein erster Eindruck auf www.fke-shop.de/index.php gewinnen. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) rät zur Abwechslung. Es spricht nichts gegen die Verwendung von Gläschenbrei, aber die Mischung mit dem eigenen Herd macht`s.

Babybrei kann vorgekocht werden. Eingefroren halten sich die Vitamine frisch und ein freies Zeitfenster für die Mutter wird geschaffen. Das Selbstkochen des Breis ist wichtig vor allem für die Legung eines geschmacklichen Grundsteins, mit dem späteren Bewusstsein für frische und gute Produkte. Beide Varianten der Säuglingskost sollten ihre Berechtigung im kulinarischen Dasein des neuen Familienzuwachs haben.

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