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Hirnforschung: Kulleraugen wirken wie Drogen

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Kindchenschema  

Kulleraugen wirken wie Drogen

03.06.2009, 15:29 Uhr | mmh

Hirnforschung: Kulleraugen wirken wie Drogen. Kulleraugen lösen Glücksgefühle aus.

Kulleraugen lösen Glücksgefühle aus. (Bild: Imago)

Kulleraugen wirken auf Frauen wie Drogen: Niedliche Kindergesichter sprechen das Belohnungszentrum im weiblichen Gehirn an und lösen Glücksgefühle aus. Das zeige eine Testreihe der Münsteraner Neurowissenschaftler Melanie Glocker und Prof. Norbert Sachser mit Kollegen der Universität Pennsylvania (USA), teilte die Westfälische Wilhelms- Universität Münster mit. Damit sei erstmalig eine Region im Gehirn identifiziert, die durch das Kindchenschema aktiviert wird.

Kulleraugen lösen Glücksgefühle im Hirn aus

Niedliche Kindergesichter sprechen im weiblichen Gehirn dieselbe Region an wie Rauschgift. In beiden Fällen werde unter anderem das sogenannte Belohnungszentrum aktiviert. Die Wissenschaftler erforschten Reaktionen auf das Kindchenschema mit Kulleraugen, rundem Kopf und hoher Stirn. Sie manipulierten für die Studie Babyfotos. Dasselbe Baby wurde etwa mit größeren oder kleineren Augen ausgestattet oder mit einem besonders runden oder eher schmalen Kopf. Frauen, die keine Kinder hatten, sahen die Fotos an. Ihre Hirn-Aktivität wurde mit der sogenannten funktionellen Magnetresonanztomographie gemessen.

Je stärker ausgeprägt, desto intensiver

Die Forscher fanden eine ansteigende Aktivität mit zunehmendem Kindchenschema-Gehalt im Belohnungszentrum (Nucleus accumbens). Daneben sprechen noch weitere Hirnregionen auf das Kindchenschema an, unter anderem Areale, die bei Gesichterverarbeitung und Aufmerksamkeit eine Rolle spielen. Die Forscher vermuten, dass bei Männern ähnliche Prozesse im Gehirn ablaufen. Ihre Untersuchung war Mitte Mai von den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften online veröffentlicht worden.

Grundlagen des Fürsorgeverhaltens

"Die Ergebnisse bieten Einblick in die biologischen Grundlagen menschlichen Fürsorgeverhaltens. Sie geben eine neurophysiologische Erklärung für unseren Impuls, uns um alles zu kümmern, was einem Baby ähnelt", sagte Glocker. "Die Aktivierung des Belohnungssystems könnte den neurophysiologischen Mechanismus darstellen, über welchen das Kindchenschema Fürsorgeverhalten motiviert - unabhängig vom Verwandtschaftsgrad zwischen Kind und Betrachter."


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