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Hautpflege: So pflegen Sie Babys Haut richtig

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Empfehlungen für die Babypflege  

So pflegen Sie Babys Haut richtig

16.04.2016, 12:12 Uhr | t-online.de

Hautpflege: So pflegen Sie Babys Haut richtig. Dieses Baby genießt es sichtlich, von Mama mit Öl eingerieben zu werden. (Quelle: imago)

Dieses Baby genießt es sichtlich, von Mama mit Öl eingerieben zu werden. (Quelle: imago)

Die richtige Babypflege ist ein umstrittenes Thema. Bislang basierte sie überwiegend auf Tradition - nun liegen wissenschaftliche Erkenntnisse vor, aus denen Pflegeempfehlungen für Babys abgeleitet werden können.

Zum Thema Hautpflege bei Babys gibt es viele Meinungen, aber kaum wissenschaftliche Erkenntnisse. Eltern informieren sich vorwiegend durch Gespräche mit den eigenen Müttern, der Hebamme oder bei unterschiedlichen Internet-Ratgebern. Dementsprechend unterschiedlich fallen die Praktiken aus.

"Es fehlen international einheitliche Pflegeregeln", sagt Dr. Natalie Garcia Bartels, Ärztin an der Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie der Charité Berlin. "Selbst innerhalb einer Klinik werden manchmal unterschiedliche Methoden praktiziert." Die Medizinerin hat an mehreren Studien mitgearbeitet, die das Thema Babypflege wissenschaftlich beleuchten.

Babyhaut ist nicht gleich Erwachsenenhaut

Lange Zeit gingen auch Fachleute davon aus, die Haut eines Kindes sei bei der Geburt, spätestens einige Wochen danach, vollständig entwickelt und benötige somit keine besondere Pflege. Neuere Studien widerlegen diese Annahme.

Die Untersuchungen ergaben vor allem interessante Ergebnisse zum Thema Feuchtigkeit. So kann Babyhaut beispielsweise mehr Wasser aufnehmen als die Haut von Erwachsenen. Außerdem enthält die oberste Hautschicht bei den Kleinen deutlich mehr Feuchtigkeit. Allerdings verliert Babyhaut auch schneller Wasser und der Anteil natürlicher Feuchtigkeitsbinder ist geringer. Fazit: Babyhaut nimmt zwar mehr Wasser auf, gibt es aber auch leichter wieder ab als Erwachsenenhaut.

Insgesamt bedeuten die Ergebnisse, dass die Barrierefunktion der Haut keineswegs mit der Geburt oder wenige Wochen danach ausgereift ist. Vielmehr bestehen die Unterschiede zur Erwachsenenhaut mindestens im gesamten ersten Lebensjahr.

Hautpflege ab dem ersten Tag

An der Hautklinik der Berliner Charité widmet sich die Arbeitsgruppe von Professor Ulrike Blume-Peytavi dem Thema "Pflege der gesunden Säuglingshaut". Zwei dort durchgeführte klinische Studien "liefern kontrollierte standardisierte Daten zum Vorgehen in der Babypflege", sagt die Leitende Oberärztin der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie.

Hautpflege beginnt nach ihrer Überzeugung mit dem Tag der Geburt. Denn die richtige Pflege kann, das zeigen die Studien, die Reifung und Anpassung der Haut an die Umgebung außerhalb des Mutterleibs unterstützen.

Baden besser als Waschen

In der ersten Studie wurden Säuglinge vier Wochen lang zweimal wöchentlich in klarem Wasser gebadet oder mit einem Waschlappen gewaschen. Die Dermatologen haben in dieser Phase unterschiedliche Werte gemessen: Wasserverlust über die Oberhaut, Feuchtigkeitsgehalt in der Hornschicht, pH-Wert sowie Fettgehalt der Haut an verschiedenen Körperstellen.

Die Untersuchungen ergaben, dass Baden im Vergleich zum Waschen einen positiven Einfluss auf den Feuchtigkeitsgehalt und die Barrierefunktion der Haut hat.

In der zweiten Studie prüften die Mediziner der Berliner Charité den Einfluss ausgewählter Pflegeprodukte auf die Hautschutzbarriere. Die Untersuchungsergebnisse zeigten, dass ein babyspezifischer Badezusatz und eine Pflegecreme, zweimal wöchentlich angewendet, die Barrierefunktion der Haut verbessern. 

"Klares Wasser schadet nicht, aber eine zweimal wöchentliche regelmäßige Pflege mit Badezusatz und Creme verbessert die Hautbarriere, selbst bei Säuglingen mit klinisch gesunder Haut", fasst Blume-Peytavi zusammen.

Daraus leitet sie folgende Pflegeempfehlungen ab: 

  • Babys sollten zwei- bis dreimal pro Woche gebadet werden (in warmen Ländern, je nach kulturellen Gegebenheiten, auch öfter).
  • Die Raumtemperatur sollte über 22 Grad Celsius betragen, die Wassertemperatur 37 bis 38 Grad Celsius.
  • Das Bad sollte nicht länger als fünf bis zehn Minuten dauern und das Kind sollte anschließend sanft, aber rasch abgetrocknet werden, um eine Auskühlung zu vermeiden.
  • Ein milder Babybadezusatz hat positive Auswirkungen auf die Babyhaut. Der Badezusatz sollte speziell für Babyhaut entwickelt sein und keine Seife enthalten.
  • Es wird empfohlen, Säuglinge nach dem Baden einzucremen.

Quelle: Fachpressegespräch "Diskussion Babypflege – Evidenzgestützte Pflegeempfehlungen bieten Orientierung".


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