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Stiftung Warentest: Schlechte Ergebnisse für Kinderwagen

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Kinderwagen  

Verheerende Testergebnisse: Teuer und schlecht

27.08.2009, 12:21 Uhr | mmh, dpa, t-online.de

Stiftung Warentest: Schlechte Ergebnisse für Kinderwagen . Baby im Kinderwagen.

Kinderwagen - Kult und Status: Dabei bedeutet teuer nicht gleich gut. (Bild: Archiv)

Ein Kinderwagen-Check der Stiftung Warentest ist erneut verheerend ausgefallen. Selbst Wagen zum Preis von mehr als 900 Euro fanden vor den kritischen Augen der Prüfer keine Gnade. Am häufigsten bemängelten die Tester Schadstoffe in Bezügen, Gurten, Griffen und Regenschutz. Sie kritisierten aber auch zu kurze Tragetaschen für Babys und zu enge Sitze für Kleinkinder. Bei dem Test von 14 Modellen in allen Preisklassen erreichte kein Kinderwagen die Noten "sehr gut" oder "gut". Gleich zehn Modelle schnitten mit "mangelhaft" ab, teilte die Stiftung mit. Die Tester sind empört, dass die Branche offensichtlich nicht dazu lernt.

Status und Kult

In den Szenevierteln der Großstädte kann ein Kinderwagen schnell zum Statussymbol werden - oder zum Kultobjekt. Beliebte Marken haben ihren Preis. Eltern zahlen für einen Wagen oft mehr als 500 Euro. Im Test bekam ein 910-Euro-Modell jedoch keine bessere Gesamtnote als ein 299-Euro-Konkurrent: "Befriedigend". Denn in beiden fanden sich schädliche Substanzen wie Weichmacher oder Formaldehyd an Stellen, mit denen Babys und Kleinkinder direkt in Kontakt kommen - durch Greifen, Schweiß und Speichel. Auch die Schiebegriffe der Eltern waren nicht frei von Schadstoffen.

Kontakt mit Schadstoffen

Akut gefährlich sind die Substanzen zwar nicht, heißt es bei der Stiftung. Bei Kontakt über einen langen Zeitraum stehen sie aber im Verdacht, krebserregend und erbgutschädigend zu sein. Die Tester kritisieren vor allem, dass Schadstoffe für die Wagen aus technischer Sicht gar nicht notwendig sind. Bei der Technik zeigte sich noch ein anderes Problem: Fast keiner der getesteten Kinderwagen taugte zum Chauffieren des Nachwuchses bis zum Alter von drei Jahren. Die Kleinkinder, die im Test durch Dummys ersetzt wurden, waren oft schon zu schwer für ihre Wagen.

Empörung bei Testern

Empört zeigt sich die Stiftung vor allem, weil sich nach einem ähnlich negativ ausgefallenem Buggy-Test im Jahr 2006 bei den Herstellern kaum etwas verändert habe. "Das scheint die Branche nicht wachgerüttelt zu haben. Sie schläft", heißt es im aktuellen "Test"- Heft für September. Die Autoren fragen, ob die Hersteller ihre Zulieferer, die häufig in Fernost produzieren, nicht ausreichend kontrollieren. Die Stiftung forderte erneut deutliche Nachbesserungen beim Kinderwagen-Bau.

Schwache Ergebnisse

Kein einziger von den 14 getesteten Kinderwagen ist „gut“, zehn schneiden sogar „mangelhaft“ ab. Keiner ist frei von Schadstoffen und auch die kindgerechte Gestaltung – also beispielsweise die Sitz- und Liegeeigenschaften – ist bei keinem Kinderwagen „gut“. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der September-Ausgabe von test, für die sie 14 Kinderwagen für den Transport vom Säugling bis zum Kleinkind zu Preisen von rund 250 bis über 900 Euro getestet hat.

Überflüssige Schadstoffe

Gleich in zehn Kinderwagen stecken so viele Schadstoffe, dass sie insgesamt „mangelhaft“ abschneiden, das ist die schlechteste Note, die verteilt werden kann. Aber auch die vier anderen sind belastet. Die Tester fanden in den Griffen, Gurten, Bezügen und Regenhauben unter anderem kritische Phthalat-Weichmacher und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Diese können vom Körper aufgenommen werden und wirken teilweise krebserregend und fortpflanzungsgefährdend. Außerdem wurden die Tester bei der Suche nach weiteren Giften wie problematischen Flammschutzmitteln oder Chlorparaffinen fündig. Keiner dieser Schadstoffe scheint aus technischer Sicht erforderlich. Dafür spricht, dass keiner in allen Kinderwagen gleichermaßen gefunden wurde. Die Stiftung Warentest kritisiert, dass einige der Stoffe bei Spielzeug, nicht aber bei Kinderwagen verboten sind. Bereits vor drei Jahren hatte die Stiftung bei einem Test von 15 Buggys und Kinderwagen in zwei Drittel der Wagen gefährliche Schadstoffe gefunden. Reagiert hat die Branche darauf offensichtlich nicht.

Starke Kritik an Hersteller

Schadstoffe sind aber nicht der einzige Kritikpunkt: Viele Hersteller schaffen es nicht, Kinderwagen kindgerecht zu gestalten. Die Tester fanden unter anderem zu kurze und zu schmale Tragetaschen für Säuglinge, zu kurze Rückenlehnen und zu lange Fußstützen sowie schmale Sitze und zu große Sitztiefen für Kleinkinder. Mit „befriedigend“ noch relativ am besten haben die Modelle Bugaboo Cameleon (910 Euro), Teutonia Mistral S (550 Euro) sowie Zekiwa Alu-Cross (299 Euro) abgeschnitten.


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