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Checkliste für den Kauf den Kinderwagen

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Checkliste zum Kinderwagen-Kauf  

So finden Sie den idealen Kinderwagen

11.03.2016, 14:50 Uhr | mmh, dpa, t-online.de, dpa-tmn

Checkliste für den Kauf den Kinderwagen. Kinderwagen müssen sicher sein, damit sich das Baby lange darin wohl fühlt.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kinderwagen müssen sicher sein, damit sich das Baby lange darin wohl fühlt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Kinderwagen ist zwar nicht so teuer wie ein Kleinwagen, aber man kann auch dafür eine ganze Menge Geld ausgeben. Damit sie für ihr Geld das Beste bekommen, sollten Eltern sich für den Kauf des Kinderwagens Zeit nehmen und diese Kriterien beachten. 

Vorab müssen Eltern sich überlegen, wo und wie der Kinderwagen zum Einsatz kommt: auf unebenen Wegen oder in der Stadt. Das spielt bei der Bereifung eine Rolle. Auch die Wohnsituation darf nicht außer Acht bleiben: Wenn man den Kinderwagen jeden Tag in den vierten Stock tragen muss, sollte er möglichst leicht sein.

Beim Kauf sollten Eltern zuerst auf das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit achten. Es belegt, dass der Kinderwagen von einer unabhängigen Organisation geprüft wurde, sagt Ralf Diekmann vom TÜV Rheinland. Dazu zählen etwa Untersuchungen auf schadstoffarme Materialien, funktionierende Bremsen und eine einwandfreie Mechanik.

Bremsen-Check und Geruchsprobe

"Wenn der Bezugsstoff oder das Gummi am Griff unangenehm riecht, heißt das: Finger weg", warnt Diekmann. Denn hier könnten schädliche Stoffe drinstecken. Wichtig ist, zu prüfen, ob die Bremsen richtig einrasten. Das Sonnenverdeck sollte man ein paar Mal ein- und ausklappen, um zu testen, ob dies geräuscharm erfolgt. Ärgerlich, wenn ein schlafendes Kind wach wird, nur weil das Sonnenverdeck mit einem Krachen geöffnet wird.

Die Schale des Kinderwagens darf nicht zu eng sein

Die Hebamme Juliane Martinet aus Karlsruhe betont: Der Kinderwagen braucht unbedingt eine Matratze. Ein dünner Holzboden sei zu hart für das Baby. Eltern sollten darauf achten, dass die Schale des Kinderwagens groß genug ist. "Neugeborene fühlen sich in engeren Schalen wohl, nach sechs Monaten, wenn das Kind gewachsen ist, kann es dann aber schon eng werden."

Ab wann Kinder im Wagen sitzen dürfen

Viele Eltern legen Wert darauf, dass sie den Kinderwagen umbauen können. Bei einigen Modellen lässt sich der Winkel der Kinderwagenwanne verändern. Diese Funktion sollte man aber nicht zu früh nutzen: Babys haben noch keine tiefe Rückenmuskulatur ausgebildet, erklärt Torsten Spranger vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Jede Verdrehung der Wirbel ist zu vermeiden. Deshalb müssen Säuglinge zunächst waagerecht und ohne Kopfkissen im Kinderwagen liegen.

"Irgendwann werden Kinder aber unruhig und wollen etwas sehen", sagt Spranger. Ungefähr ab dem fünften Lebensmonat könne man die Rückenlehne etwas aufstellen. Auf längeren Strecken und unebenen Wegen sollten Kinder in diesem Alter aber weiterhin liegen.

Bei vielen Modellen lässt sich die Wanne später durch einen Sitz austauschen, so dass man keinen zusätzlichen Buggy kaufen muss. Den richtigen Zeitpunkt für den Umbau legt das Kind selbst fest: "Erst wenn ein Kind sich selbstständig in eine aufrechte Sitzposition bewegen kann, ist die Muskulatur für den Transport im Sitzen weit genug entwickelt", erklärt Spranger.

Stiftung Warentest gibt Tipps für den Kinderwagen-Kauf

  • Nehmen Sie sich Zeit:  Probieren Sie aus, mit welchem Wagen Sie gut zurecht kommen, und ob der Favorit ins eigene Auto passt. Die meisten Geschäfte erlauben das "Probeladen".
  • Gewichtscheck: Ein Kinderwagen muss oft getragen oder transportiert werden, ist das bei Ihnen so, sollten Sie ein leichtes Modell wählen.
  • Größe: In einen guten Kinderwagen sollten Kinder bis etwa drei Jahre passen: rund sechs Monate liegend in der Tragetasche oder –wanne und später im Sitz. Dieser sollte sich zum Schlafen waagerecht stellen lassen. Die Wagen müssen für Kinder bis mindestens 15 Kilogramm geeignet sein. Manche Anbieter loben sogar bis zu 20 Kilogramm aus. Die Liegefläche sollte mindestens 35 mal 78 Zentimeter messen.
  • Lehne: Die Lehne sollte höher als 50 Zentimeter sein. Größere Kinder können sonst ihren Hinterkopf nicht abstützen.
  • Räder: Auf holprigen Wegen wie im Wald oder auf Kopfsteinpflaster eignen sich Wagen mit vier großen Rädern am besten. Kleine, schwenkbare Vorderräder sind in der Stadt sinnvoll.
  • Drei Räder: Schieben Sie dreirädrige Modelle nur in Schrittgeschwindigkeit. Fürs Joggen oder Inlineskaten sind sie nicht geeignet. Außerdem kann das einzelne Vorderrad an Bordsteinkanten wegknicken und den Wagen zum Kippen bringen.
  • Gebrauchte Kinderwagen genau prüfen: Wenn Sie einen Kinderwagen im Internet oder auf dem Flohmarkt kaufen, kennen Sie die Vorgeschichte nicht. Hören Sie sich besser bei Bekannten um. Prüfen Sie: Gibt es Brüche? Funktionieren Gurt, Verriegelungen, Schieber und Bremsen? Ersatzteile sind nämlich nur begrenzt erhältlich. Die Gebrauchsanleitung sollte dabei sein.
  • Autokindersitz: In die meisten Gestelle passen auch Auto-Babyschalen – aber nur bestimmte. Lassen Sie sich beraten. Bei manchen Herstellern kostet der Adapter extra. extra. Manche bieten gar keinen an. Der Autositz ist praktisch für kurze Transporte, sollte aber keine Dauerlösung sein, denn er zwängt Babys in eine starre Haltung.

Tipps zu Pflege, Nutzung und Sicherheit

Der normale "Parkplatz" sollte ein trockener Platz sein. Wischen Sie Regenwasser ab. Ölen Sie ab und zu die Gelenke. Sitzende Kinder sollten immer angeschnallt sein. Der Korb sollte nicht überladen werden, auch wenn es verlockend für die Einkäufe und Spielsachen ist. An den Griffen sollte nichts Schweres hängen, sonst besteht Kippgefahr. Vor dem ersten Benutzen sollte man abnehmbare Bezüge waschen, das verringert die Schadstoffbelastung.

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