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Späte Väter: Dreifach erhöhtes Sterberisiko für die Kinder

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Späte Väter  

Dreifach erhöhtes Sterberisiko für Kinder alter Väter

12.11.2010, 09:07 Uhr | rev; rw, Presseportal, t-online.de

Späte Väter: Dreifach erhöhtes Sterberisiko für die Kinder. Späte Väter: Dreifach erhöhtes Sterberisiko fürs Baby. (Bild: imago)

Späte Väter: Dreifach erhöhtes Sterberisiko fürs Baby. (Bild: imago) (Quelle: imago)

Hobbythek-Erfinder Jean Pütz, Schauspieler-Legende Anthony Quinn und der amerikanische Medienmogul Rupert Murdoch haben eines gemeinsam: Alle drei wurden im sehr hohen Alter von über 70 Jahren noch einmal Vater. Damit liegen die drei Promis voll im Trend. Doch die späte Vaterschaft ist für den Nachwuchs nicht ohne Risiko. Eine aktuelle Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Kinder von alten Vätern ein dreifach erhöhtes Sterberisiko haben. Die berühmte biologische Uhr tickt eben nicht nur für Frauen.

Dreifach erhöhtes Sterberisiko für das Kind

Für die Studie haben Forscher die Lebensverläufe von 11.000 finnischen Jungen und Mädchen untersucht. Die Berechnungen belegen, dass Kinder von über 45-Jährigen ein dreimal so hohes Sterberisiko haben wie Kinder jüngerer Väter. Andere Risikofaktoren, wie etwa das Alter der Mütter, haben die Forscher bereits herausgerechnet.

Immer mehr alte Väter

Brisant ist das Ergebnis auch für Deutschland, denn auch hier ist ein Trend, nach dem immer mehr Männer sich in betagtem Alter dazu entschließen, noch einmal Vater zu werden, unübersehbar. Jedes zwanzigste Kind, das hier geboren wird, hat einen über 50-jährigen Vater und bei fast 40 Prozent der geborenen Kinder sind die Väter immerhin schon über 35 Jahre alt.

Kinder neigen verstärkt zu Krankheiten

Doch diese Tendenz sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch für Männer die biologische Uhr tickt: Mit dem Alter sinkt einerseits die Potenz des Mannes, aber vor allem auch seine Spermienqualität. Gerade letzteres stelle für die Kinder ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar, wie die Autoren der Studie feststellen. So würden Kinder älterer Väter überdurchschnittlich häufig an Krebserkrankungen, Herzfehlern, Typ-1-Diabetes und Multipler Sklerose leiden. Auch das Risiko einer autistischen Störung steige, um etwa ein Drittel mit jedem zusätzlichen Lebensjahrzehnt des Vaters. Darüber hinaus gebe es Hinweise dafür, dass ein Viertel der Schizophrenie-Erkrankungen auf das Alter des Vaters zurückgehen könnten.

Ursache: Gendefekte in den Spermazellen

Warum die Spermienqualität mit dem Alter nachlässt, erklären die Forscher ebenfalls: Deren Vorläuferzellen teilen sich alle 16 Tage. Bei einem 50-Jährigen hat sich dieser Vorgang bereits etwa 840-mal wiederholt. Beim Kopieren des Erbguts könne es jedoch zu Fehlern kommen. Meist werde dieser zwar repariert, doch bei älteren Männern funktioniere dieser selbstregulierende Mechanismus nicht mehr zuverlässig, so dass sich das Risiko von genetischen Defekten in den Spermazellen erhöht. Sein Sperma in jungen Jahren einfrieren zu lassen, um es später für eine künstlich Befruchtung zu nutzen, ist allerdings auch nicht der Königsweg. Denn auch diese Methode ist mit zahlreichen gesundheitlichen Risiken für das Baby verbunden.

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