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Frühchenversorgung: Beschluss zur Reform vorerst außer Kraft gesetzt  

Ringen um beste Frühchenversorgung - Beschluss vorerst außer Kraft gesetzt

17.12.2010, 09:34 Uhr

Frühchenversorgung: Beschluss zur Reform vorerst außer Kraft gesetzt. Frühchen brauchen eine bestmögliche Versorgung. (Bild: dpa)

Frühchen brauchen eine bestmögliche Versorgung. (Bild: dpa) (Quelle: dpa)

Um Frühchen versorgen zu dürfen, müssen Kliniken weiterhin mindestens 14 solcher Babys pro Jahr behandeln. Ein Beschluss, die Zahl auf 30 zu erhöhen, ist vorerst wieder außer Kraft gesetzt worden.

Rückschlag für die Verfechter einer strengeren Klinikauswahl

Im jahrelangen Ringen um die Versorgung von Frühgeborenen in Deutschland haben die Verfechter einer strengeren Klinikauswahl einen Rückschlag erlitten. Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen setzte am Donnerstag in Berlin seinen Beschluss vom Juni aus. Laut diesem hätten nur Kliniken, die mindestens 30 statt zuvor 14 Frühchen pro Jahr versorgen, weiterhin solche Babys behandeln dürfen.

Kliniken klagten

Gegen den Beschluss, der zum 1. Januar 2011 in Kraft treten sollte, hatten einige Kliniken beim Landessozialgericht Berlin-Brandenburg Klage und Anträge auf einstweilige Anordnung eingereicht. Das Gericht setzte daraufhin den Beschluss bis zum Tag der mündlichen Verhandlung am 26. Januar außer Vollzug. Nun entschied der Bundesausschuss, dass sein Beschluss bis mindestens zum 28. Februar 2011 ausgesetzt werden soll.

Bessere Überlebenschancen

Deutlich zu früh Geborene haben nach Auffassung von Ärzten bessere Überlebenschancen, wenn sie in größeren Spezialkliniken versorgt werden. Für Kliniken ohne große Behandlungszahlen können aber finanzielle Probleme entstehen, weil für Frühchen verhältnismäßig hohe Summen abgerechnet werden. Manche kritisieren, dass nur Fallzahlen berücksichtigt werden, anstatt die statistischen Überlebenschancen der Frühchen in den jeweiligen Kliniken.

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