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Familienurlaub: Fernreisen sind auch mt kleinen Kindern möglich

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Fernreisen mit Nachwuchs  

Mit kleinen Kindern dem Winter entfliehen

02.05.2014, 15:08 Uhr | Simone Blaß, t-online.de

Familienurlaub: Fernreisen sind auch mt kleinen Kindern möglich. Bei Fernreisen mit kleinen Kindern kommt es auf gute Planung an.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bei Fernreisen mit kleinen Kindern kommt es auf gute Planung an. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn sich das erste Baby ankündigt, begraben viele Paare ihren Traum von exotischen Reisezielen zugunsten des All-Inclusive-Urlaubs oder Ferien auf dem Bauernhof. Aber mit der richtigen Vorbereitung ist eine Fernreise auch mit kleinen Kindern kein Problem.

Ganz im Gegenteil sogar: Diejenigen Eltern, die sich getraut haben, eine solche Reise zu unternehmen, schwärmen oft jahrelang von den Erfahrungen, die man noch einmal ganz anders wahrnimmt, wenn man sie durch die Augen seines Kindes sieht. "Es war jeden Tag wieder faszinierend zu beobachten, wie Lauras Gesichtchen all die neuen Eindrücke spiegelte. Sie war bereits nach kürzester Zeit wie verwandelt, viel offener als zuhause“, erzählt Constanze Mayr, die gemeinsam mit ihrem Mann und der damals Zweijährigen einen fünfwöchigen Urlaub in Thailand machte und bereits die nächste Fernreise plant. Diesmal soll es nach Australien gehen. "Gerade jetzt, solange Laura noch so klein ist, relativ billig fliegt und wir von den Schulferien gänzlich unabhängig sind, bieten sich die Fernziele doch an. Wenn andere im Winter frieren, tanken wir erst mal so richtig Sonne auf.“ 

Fernreiseerfahrung ist von Vorteil

Mit kleinen Kindern reist man günstig, sowohl was die Flüge als auch die Unterkünfte betrifft. Hinzu kommt, dass Kleinkinder sehr anpassungsfähig sind. Ihnen geht es da gut, wo ihre Bezugspersonen sind, sie wünschen sich noch keine anderen Spielkameraden und erst recht kein großes Unterhaltungsprogramm. Allerdings ist es notwendig, sich auf ihre speziellen Bedürfnisse einzustellen. Ihnen Zeit zu geben, sich an eine neue Umgebung zu gewöhnen, ihnen Ruhepausen und regelmäßiges Essen zu bieten, gehören auf jeden Fall dazu. Für Kinder sind Reisen genauso anstrengend wie für uns auch. Der lange und oft langweilige Flug, eventuelle Wartezeiten, die neue Umgebung, das ungewohnte Essen und das andere, meist heiße Wetter, sind gewöhnungsbedürftig. Gut ist, wenn die Eltern da bereits fernreiseerfahren sind, denn Nervosität und Unsicherheit übertragen sich schnell auf ein Kind.

Nicht jedes Fernreiseziel eignet sich für Säuglinge und Kleinkinder

Wer eine Fernreise mit kleinen Kindern plant, sollte einiges beachten und bereits zeitig, in der Regel mindestens acht Wochen vorher, mit einem Arzt, der sich in Reise- beziehungsweise Tropenmedizin auskennt, über die Reiseplanung sprechen. Denn nicht jedes Fernreiseziel eignet sich wirklich gut. Manche bergen dann doch ein sehr hohes gesundheitliches Risiko, dessen man sich bewusst sein sollte. Vor allem mit Säuglingen und Babys unter einem Jahr sollte man gut über eine Reise in ein Land nachdenken, dessen medizinischer Standard weit unter dem europäischen liegt. Und vielleicht auf eine Reise in ein Entwicklungsland oder ein Malariagebiet zunächst verzichten und ein anderes Ziel wählen.

Im Vorfeld gut informieren

"Säuglinge haben zwar, vor allem, wenn sie noch voll gestillt werden, einen Vorteil“, so Dr. Sebastian Dieckmann vom Institut für Tropenmedizin und internationale Gesundheit in Berlin. "Im allerersten Jahr ist das mit den Infekten meist noch nicht so schlimm, die Kinder verfügen über einen gewissen Nestschutz. Trotzdem muss man die Risiken immer gut abwägen.“ Auch für Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr stellen Fernreisen noch ein gewisses Risiko dar, allerdings bereits deutlich besser kalkulierbar als bei Babys: Die meisten Impfungen und Prophylaxen können jetzt schon problemlos durchgeführt werden. Ist ein Kind älter als drei Jahre, ist eine Fernreise bereits unproblematischer, denn einfache Infekte werden jetzt relativ gut verkraftet. Hinzu kommt, dass die Kinder nun immer besser verstehen, worauf sie aufpassen müssen und was sie nicht tun dürfen. Doch egal, welches Alter das Kind hat, man muss sich auf alle Fälle über die (teilweise auch für die Einreise) notwendigen Impfungen informieren, diese früh genug durchführen und ebenso den bestehenden Impfschutz kontrollieren lassen. Auch hier gilt es zu bedenken, dass der Impfschutz bei den ganz Kleinen oft noch nicht komplett ist und so manche für das ausgewählte Land vielleicht notwendige Impfung bei einem Baby gar nicht durchgeführt werden kann. Auch die Krankenkasse zahlt nicht immer.

Hundertprozentigen Schutz gibt es nicht

In manchen Gebieten herrscht ganzjährig ein Malariarisiko und in der Regel wird von den Ärzten abgeraten, eine Reise mit kleinen Kindern in ein solches Land zu unternehmen. Wer sich dennoch dafür entscheidet, sollte sich unbedingt...

  • über eine altersgemäße Prophylaxe informieren

  • auf lange, helle Kleidung achten

  • in der Dämmerung in geschlossenen Räumen bleiben

  • und Schlaf- und Spielstätten mit einem Moskitonetz schützen.

Die allgemein üblichen Mückenschutzmittel sollen oft von Schwangeren und Kindern unter zwei Jahren nicht verwendet werden. Auch in diesem Zusammenhang ist es wichtig, sich vor der Reise ärztlichen Rat zu holen. Besondere Vorsicht gilt bei stehenden Gewässern. Sie sind oft die Brutstätte Malaria und andere Viruskrankheiten übertragender Mücken und zusätzlich häufig mit Parasiten verseucht. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass weder Impfungen noch Prophylaxen einen hundertprozentigen Schutz für alles bieten. "Hinzu kommt, dass kleine Kinder häufig fieberhafte Infekte bekommen und man dann schnell das Problem hat, abklären zu müssen, ob es sich jetzt um Malaria handelt oder nicht. Schwierig wird das vor allem, wenn das Kind sich noch nicht verbal äußern kann“, erklärt Dr. Dieckmann. "Malaria wird so manches Mal zu sehr auf die leichte Schulter genommen. Diese Krankheit kann einen innerhalb von wenigen Tagen umbringen. Bei einer geplanten Reise in ein Malariagebiet sollte man sich unbedingt von einem Tropenmediziner beraten lassen.“

Reiseapotheke gut überlegt zusammenstellen

Die Zusammenstellung der Reiseapotheke ist im Fall einer Fernreise übrigens besonders wichtig, vor allem, wenn man mit Sprachbarrieren rechnen muss. Ins Gepäck gehören unbedingt: 

  • schmerzstillende und fiebersenkende Medikamente

  • Pflaster, Verbandszeug und Desinfektionsmittel

  • Mittel gegen Durchfall und Erbrechen

  • Spezielle Elektrolytlösungen für Kinder

  • Kohletabletten gegen Vergiftungserscheinungen

  • Fieberthermometer

  • Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor

  • Salbe gegen Sonnenbrand und Mückenstiche

  • Insektenspray.

Je nach Land sollte man sich genau informieren, was zusätzlich noch eingepackt werden sollte.

Risiko minimieren

Natürlich möchte man nicht immer vom Negativen ausgehen, aber gerade im Fall einer Fernreise mit kleinen Kindern sollte man im Vorfeld bereits alle Eventualitäten in Betracht ziehen, um dann auch wirklich entspannt Urlaub machen zu können. Hierzu gehört zum Beispiel ein Auslandskrankenschutz, den man für Reisen außerhalb Europas für nur wenig Geld bei privaten Krankenversicherungen abschließen kann und der dann alle medizinisch notwendigen Maßnahmen vor Ort und im Fall des Falles auch den Rücktransport nach Hause einschließt. "Wenn etwas mit dem Kind ist, dann sollte man auf jeden Fall ein Privatkrankenhaus für reiche Leute aufsuchen. Ein solches Krankenhaus gibt es in fast jeder Hauptstadt und ist für unsere Verhältnisse auch ohne Versicherung noch ganz gut bezahlbar“, rät der Tropenmediziner. Auch eine Reiserücktrittsversicherung ist zu empfehlen, denn Reisen in die Ferne sind teuer und mit einem Kind kommt schnell mal etwas dazwischen.

Durchfall kann für Babys lebensgefährlich werden

Der Durchfall, auch Montezumas Rache genannt, ist übrigens die häufigste Erkrankung auf Fernreisen. Für uns Erwachsene eine äußerst unangenehme Sache, vor allem, wenn es an der gewohnten Hygiene fehlt. Für Kinder, speziell für Kleinkinder, ist der Durchfall durch den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust eine ernst zu nehmende Gefahr. Gegebenenfalls ist es dann auch notwendig, möglichst schnell einen Arzt vor Ort aufzusuchen. Ein paar einfache Regeln helfen ein wenig vorzubeugen: 

  • Leitungswasser niemals zum Trinken und auch nicht zum Zähneputzen verwenden

  • Die Verschlüsse von gekauftem Wasser genau kontrollieren, denn es kann vorkommen, dass Leitungswasser in Trinkwasserflaschen abgefüllt wurde

  • Eiswürfel und gefrorene Speisen, also auch Eiscreme, meiden

  • Auf rohe Lebensmittel grundsätzlich verzichten

  • Keinen Salat essen sowie Obst und Gemüse nur geschält beziehungsweise gut durchgekocht zu sich nehmen.

Baby vor der Sonne schützen

Ein Flüssigkeitsverlust kann aber nicht nur durch Durchfall entstehen, sondern auch durch Schwitzen. Kinder verlieren so viel mehr und schneller Flüssigkeit als wir Erwachsenen, ein Aspekt, der vor allem bei Reisen in die Tropen beachtet werden sollte. Die Gefahr einer Austrocknung ist schnell gegeben und man muss immer darauf achten, dass das Kind genügend trinkt und nicht überhitzt. Da sich kleine Kinder besonders gern im Freien aufhalten, muss man unbedingt einen entsprechenden Sonnenschutz verwenden. Dazu gehören Sonnencreme mit mindestens Schutzfaktor 30, immer früh genug aufgetragen, eine Kopfbedeckung und ein T-Shirt. Kinder sollten sich trotzdem nicht direkt in der Sonne aufhalten, sondern im Schatten spielen. Doch bei aller Vorsicht gilt: Ist der Urlaub kindgerecht geplant, so wird er eine tolle Erfahrung für alle Beteiligten sein und eine schöne Auszeit für die ganze Familie.

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