Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Baby >

Baby: Zeit nach der Geburt prägt Schmerzwahrnehmung fürs ganze Leben

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Baby-Schmerzmittel: Stillen, Trösten, Hautkontakt

22.09.2011, 12:17 Uhr | Pressetext

Baby: Zeit nach der Geburt prägt Schmerzwahrnehmung fürs ganze Leben. Kritische Phase: Die Zeit nach der Geburt prägt die Schmerzwahrnehmung für das ganze Leben. (Quelle: imago)

Die vertrauliche Geburt in der Klinik soll die Situation der ungewollt Schwangeren und der Kinder verbessern. (Quelle: imago)

Durch Blähungen, Impfungen oder Untersuchungen erleiden Neugeborene schon in den ersten Lebenstagen häufig Schmerzimpulse. Je jünger sie sind, desto intensiver nehmen sie diese wahr, wobei besonders Frühchen sehr empfindlich sind. Medikamente sind in den ersten Lebenstagen noch kaum einsetzbar. Stillen, Schnuller, Massage oder Körperkontakt sind jedoch erstaunlich gute Schmerzlinderer, berichten Forscher beim Europäischen Schmerzkongress in Hamburg.

Heilende Muttermilch

95 Prozent der Neugeborenen in Intensivstationen haben häufig Schmerzen, die bei jedem Vierten sogar stärker ausfallen, zeigen Forscher der Universität Lissabon. Meist wendet das Personal nicht-medikamentöse Maßnahmen wie etwa Umlegen, Massagen oder Trösten sehr erfolgreich an. Sanfte Formen wie Stillen durch die Mutter oder Zuckergaben sollten jedoch noch stärker forciert werden, fordert Studienleiter Luis Bathalha . Dass das Stillen die Schmerzreaktion tatsächlich verringert, konnten Forscher der Universität Teheran bei Säuglingen im Rahmen einer schmerzhaften Impfung beweisen.

Körperkontakt mit der Mutter verringert Schmerzen

Neue Ergebnisse gibt es auch zur legendären "Känguru-Methode". Schon von früher weiß man, dass intensiver Körperkontakt zur Mutter ein Neugeborenes nicht nur wärmt, sondern auch zum Erhalt seiner Körperfunktionen beitragen kann. Nun zeigte sich, dass dieser Kontakt auch die Schmerzreaktion verringert. "Außerdem gelangen Frühchen auf diese Weise rascher zur normalen Herzfrequenz und schlafen häufiger durch", berichten Forscher aus Portugal und Kanada.

Eltern-Newsletter 
Rat und Infos für Eltern

Kostenloser Eltern-Newsletter: der ideale Ratgeber für Sie! Abonnieren

Auswirkungen bis ins Jugendalter

Zunehmend erkennt die Medizin, dass sich Früh- und Neugeborene in einer kritischen Phase der Schmerzverarbeitung befinden. Frühe Schmerzimpulse können die noch nicht ausgereifte Schmerzhemmung prägen, lebenslang überempfindlich machen und auch zu chronischen Schmerzen führen. "Jugendliche, die als Säuglinge operiert werden mussten, haben ein deutlich verändertes Schmerzmuster. Kurzfristige Reize spüren sie zwar zunächst weniger, bei Wiederholung sind sie jedoch deutlich schmerzsensibler, ähnlich wie chronische Schmerzpatienten", erklärt die Giessener Anästhesistin Christine Hermann.

Nicht in Panik verfallen

Vermeidbare Schmerzen sollten Neugeborenen daher unbedingt erspart bleiben - was etwa auch Blutabnahmen nach der Geburt betrifft. In Panik sollten Eltern aber deshalb nicht verfallen, rät Hermann. "Die Schmerzreaktion eines Kindes wird auch durch das Verhalten der Eltern mitbestimmt. Statt ihrem Kind zu signalisieren, dass gerade etwas Schreckliches mit ihm geschieht, sollten sie besser eine aufmerksame, haltende, aber nicht dramatisierende Atmosphäre schaffen. Diese kann wie ein Puffer die Schmerzwahrnehmung dämpfen und verhindern, dass das Kind überempfindlich wird."

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Amateur am Werk 
Ungeschickter Bauarbeiter löst Kettenreaktion aus

Es kommt wie es kommen muss. Zum Glück kam der Mann noch einmal glimpflich davon. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal