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Babyklappen droht das Aus

03.04.2012, 13:34 Uhr | dpa

Babyklappen droht das Aus. Nach den Plänen des Bundesfamilienministeriums soll es keine neuen Babyklappen mehr geben.  (Quelle: dapd)

Nach den Plänen des Bundesfamilienministeriums soll es keine neuen Babyklappen mehr geben. (Quelle: dapd)

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will zukünftig die Möglichkeiten einer anonymen Geburt stark einschränken. Nach Plänen des Bundesfamilienministeriums soll es keine neuen Babyklappen mehr geben, auch anonyme Geburten sollen nicht mehr möglich sein. Bei der "vertraulichen Geburt" wird die Mutter stattdessen verpflichtet sein, persönliche Daten preiszugeben.

Keine neuen Babyklappen mehr

Die Möglichkeiten, ein Baby anonym abzugeben oder zur Welt zu bringen, sollen eingeschränkt werden. Nach Plänen des Bundesfamilienministeriums soll es keine neuen Babyklappen geben, bereits existierende sollen aber weiter betrieben werden können. Ein Ministeriumssprecher bestätigte am Montag einen entsprechenden Vorabbericht des Berliner "Tagesspiegel".

Danach sieht ein internes Arbeitspapier des Ministeriums vor, dass Schwangere ihre Kinder künftig nicht mehr anonym auf die Welt bringen können. Stattdessen soll es eine vertrauliche Geburt geben, bei der die Mutter verpflichtet wird, persönliche Daten preiszugeben.

"Heimliche Geburten so unnötig wie möglich machen"

"Wir wollen durch ein besseres Angebot die Babyklappen nach und nach entbehrlich machen", sagte ein Ministeriumssprecher auf dpa-Anfrage. "Ziel einer vertraulichen Geburt ist es ja gerade, die für Mütter und Kinder riskanten heimlichen Geburten außerhalb von medizinischen Einrichtungen so unnötig wie nur möglich zu machen."

Anspruch auf Information für betroffene Kinder

In dem Papier skizziert das Ministerium das geplante "Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere bei verdrängter/verheimlichter Schwangerschaft - Regelung der vertraulichen Geburt". Ziel ist es, den betroffenen Kindern zehn Jahre nach der Geburt einen Anspruch auf  Information über ihre Herkunft zu geben. Die Mütter sollen so lange anonym bleiben können.

Verbleib vieler Säuglinge unbekannt

Hintergrund ist eine Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI), derzufolge der Verbleib von etwa 200 der knapp 1000 seit 1999 anonym geborenen oder in einer Babyklappe abgelegten Säuglinge unbekannt ist. Dieser Problematik liegt zugrunde, dass die Vorgänge und Daten zu den abgegebenen Kindern nicht bei einer zentralen Stelle erfasst werden. Der Studie zufolge verfügen die Babyklappen nicht einmal über Kooperationsverträge mit Jugendämtern, es würden lediglich mündliche Absprachen getroffen. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Elkin Deligöz, hatte bereits ein standardisiertes Verfahren gefordert, in dem sämtliche Daten genau erfasst werden sollen.

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