08.01.2013, 16:50 Uhr | dpa, AFP
2011 gab es in Deutschland 11.500 Mehrlingsgeburten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Die Zahl der Geburten in Deutschland sinkt, aber der Anteil der Mehrlingsgeburten wächst: Rund 11.500 Mal wurden 2011 Zwillinge, Drillinge oder Vierlinge geboren. Jedes 29. Baby sei inzwischen ein Mehrlingskind, berichtete das Statistische Bundesamt am 8. Januar in seiner Rubrik "Zahl der Woche". 20 Jahre zuvor war erst jedes 42. Kind ein Mehrlingskind.
Zwillinge machten 2011 rund 98 Prozent aller Mehrlingsgeburten aus. 230 Mal wurden Drillinge geboren und sechsmal Vierlinge.
Die absolute Zahl der Mehrlingsgeburten ist seit Jahren etwa gleich: Seit 1990 liege sie zwischen 10.000 und 12.000 im Jahr, sagte Destatis-Experte Reinhold Zahn. Die Gründe dafür seien aus der Statistik nicht ersichtlich. Nach Ansicht von Medizinern ist eine mögliche Erklärung die zunehmende künstliche Befruchtung. Wie stark der Anteil der Mehrlingsgeburten gestiegen ist, wird deutlich, wenn man die absoluten Geburtenzahlen vergleicht: 1991 kamen in Deutschland rund 905.000 Kinder zur Welt, 2011 waren es nur rund 662.700.
Bei den Mehrlingsgeburten waren die Eltern zudem häufiger verheiratet als bei den Einzelgeburten. Drei Viertel der Mehrlingskinder hatten miteinander verheiratete Eltern. Bei den Einzelgeborenen waren dies dagegen nur etwa zwei Drittel.
Aus den Daten des Statistischen Bundesamtes geht hervor, dass sich Mehrlingsgeburten bei Frauen zwischen 30 und 36 Jahren häufen. Bei Frauen über 40 gab es 2011 45 Drillingsgeburten - die älteste Drillingsmutter war bei der Entbindung 48 Jahre alt und die älteste Vierlingsmutter 45 Jahre.
Weltweit betrachtet ist jede 40. Geburt eine Zwillingsgeburt, wobei es starke geografische Unterschiede gibt. In manchen Regionen der Welt gibt es kaum Zwillinge - zum Beispiel in Japan, in anderen sind sie extrem häufig. In Deutschland kommen ungefähr bei jeder 60. Geburt Zwillinge zur Welt. Eineiige Zwillinge kommen dagegen überall auf der Welt gleich häufig vor, mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:250.
Die Häufigkeit von Mehrlingsschwangerschaften lässt sich nach der sogenannten Hellin-Regel abschätzen. Die Wahrscheinlichkeit einer Zwillingsschwangerschaft liegt demnach bei 1:85, die einer Drillingsschwangerschaft bei 1:852 (1:7225) und die einer Vierlingsschwangerschaft bei 1:853 (1:614.125). Die tatsächlichen Zahlen liegen aber inzwischen höher.
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08.01.2013, 16:50 Uhr | dpa, AFP
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