Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Baby >

Plötzlicher Kindstod: Vorsichtsmaßnahmen und Studie im Überblick

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Plötzlicher Kindstod  

Studie zum Kindstod bestätigt Gefahr im Elternbett

24.05.2013, 09:31 Uhr | t-online.de

Plötzlicher Kindstod: Vorsichtsmaßnahmen und Studie im Überblick. Plötzlicher Kindstod - das Risiko steigt im Elternbett. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Plötzlicher Kindstod - das Risiko steigt im Elternbett. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Plötzlicher Kindstod droht Babys ausgerechnet am Ort der größtmöglichen Geborgenheit: im Bett der Eltern. Das bestätigt ein internationales Forscherteam, das zahlreiche Daten zum plötzlichen Kindstod aus verschiedenen Ländern ausgewertet hat. Demnach ist es sicherer, Säuglinge im eigenen Bettchen schlafen zu lassen.

Die Auswertung ist am 21. Mai im British Medical Journal (BMJ) veröffentlicht worden. Wissenschaftler der London School of Hygiene & Tropical Medicine sichteten 19 Studien aus Europa und Neuseeland und untersuchten rund 1500 Fälle von plötzlichem Kindstod, die sie mit 4700 Kontrollfällen verglichen. Dabei ermittelten sie einen Durchschnittswert von acht von 100.000 Babys, die ohne erklärbare Ursache im Schlaf in ihrem Bettchen sterben. Aber bei Babys im Elternbett steigt die Zahl der Todesfälle auf 23 von 100.000, selbst wenn es keine zusätzlichen Risikofaktoren gab. Am stärksten gefährdet sind Säuglinge unter drei Monaten, die bei den Eltern im Bett schlafen.

In Deutschland sterben 22 von 100.000 Babys am plötzlichen Kindstod

In Deutschland sind 2011 insgesamt 147 Babys einen plötzlichen Kindstod gestorben. Das ist eine Rate von 22 zu 100.000 Neugeborenen. Die gängige Expertenmeinung - vertreten von Kinderärzten und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung - lautet, Babys grundsätzlich im eigenen Bett schlafen zu lassen. Befürworter des Elternbetts verbreiten zwar immer wieder die Ansicht, dass Eltern Bedürfnisse des Babys besser spüren und mögliche Atemaussetzer schneller bemerken, wenn es im gemeinsamen Bett schläft. Dies sei sicher, solange kein Elternteil raucht und weder Alkohol noch Drogen konsumiert hat.

Doch davon raten die Autoren der aktuellen Studie ab, weil die statistische Wahrscheinlichkeit für den plötzlichen Kindstod im Elternbett bei 23 zu 100.000 liegt, selbst wenn diese Faktoren ausgeschlossen werden können, das Kind beim Schlafen auf den Rücken liegt und gestillt wird.

Vorsichtsmaßnahmen gegen plötzlichen Kindstod

Das Baby leblos im Bett zu finden, gehört zu den schlimmsten Ängsten von Eltern. Experten gehen zwar davon aus, dass immer ein gewisses Risiko für die unerklärlichen Todesfälle bleibt. Aber Eltern können eine Reihe von Vorkehrungen treffen, um die Gefahr für ihr Baby zu verringern:

  • Nicht in der Umgebung des Kindes rauchen
  • Wenn möglich sechs Monate stillen
  • Kinder bis zu einem Jahr in Rückenlage schlafen lassen
  • Schlafzimmertemperatur 16 bis 18 Grad
  • Der Kopf sollte nicht von Bettzeug bedeckt sein (Luftzirkulation)
  • feste, luftdurchlässige Matratze
  • Säuglinge im Elternschlafzimmer schlafen lassen
  • Unterkühlung und Überhitzung vermeiden
  • Sich informieren, was im Notfall zu tun ist

Ein guter Kompromiss sind Beistellbettchen, die so konstruiert sind, dass man sie direkt an das Elternbett schieben kann. So bekommt das Baby einen eigenen, sicheren Schlafplatz, ist aber zum Stillen und zum Beruhigen in Griffweite zur Mutter.

In unserer "Eltern-Welt" finden Sie alles, was Eltern bewegt: Jetzt Fan werden und mitdiskutieren!

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Was dieser Arzt gleich macht ist einfach unglaublich

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige
Richtwerte für jedes Alter
So viel Stunden Schlaf brauchen Kinder
Schlaf: Wie viel Schlaf brauchen Kinder? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wichtige Orientierung für Eltern - denn Schlafmangel kann schwerwiegende Folgen haben. mehr

Schlafprobleme
Zehn Tipps, mit denen Ihr Kind einschläft
Schlafstörungen bei Kindern: Ein Kuscheltier gibt Kindern Sicherheit und hilft beim Einschlafen.

Schlafprobleme bei Kindern treiben Eltern schnell zur Verzweiflung. Diese Tipps helfen. Schlafprobleme

Definition, Ursachen und Hilfe
Acht Fakten zum Bettnässen
Das nächtliche Einnässen ist eine Belastung für Kinder und Eltern. (Quelle: Archiv)

Bettnässen ist eine Belastung für Kind und Eltern. mehr

Kleinkind
Wichtiger Mittagsschlaf
Nicht nur die Kinder brauchen ihren Mittagsschlaf - auch für den Familienfrieden ist er oft unverzichtbar. (Quelle: imago)

Die mittägliche Ruhephase trägt zu einem ausgeglichenen Bio-Rhythmus bei. Schlaf

Schlafforschung
Erlerntes speichern
Schlaf: Je nach Alter haben Kinder andere Schlafbedürfnisse. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Tiefschlaf ist wichtig. So tickt nachts das kindliche Gehirn. Schlafforschung


Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal