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Schlafposition und Motorik: Brauchen Babys eine "Bauch-Zeit"?

12.06.2013, 14:34 Uhr | Maria M. Held, t-online.de

Schlafposition und Motorik: Brauchen Babys eine "Bauch-Zeit"?  . Bauch oder Rücken? Die Schlafposition für Babys ist ein Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod. Beeinflusst sie auch die motorische Entwicklung?  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bauch oder Rücken? Beeinflusst die Schlafposition von Babys auch deren motorische Entwicklung? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Es war eine der großen Glaubensfragen in der Babypflege: Was ist die beste Schlafposition? Rücken- oder Bauchlage? Erst in den frühen 90erJahren erkannte man einen Zusammenhang zwischen Schlaflage und dem plötzlichen Kindstod (SIDS). Kritiker des Umdenkens befürchteten negative Auswirkungen auf die motorische Entwicklung der Kinder. Das hat eine Studie nun untersucht: Rollen und Drehen - brauchen Säuglinge eine "Bauch-Zeit"?

Oma beharrt darauf, die Kleine muss auf dem Bauch liegen, sonst lernt sie nie krabbeln, "dir hat es schließlich auch nicht geschadet". "Ja", sagt die Mama genervt, "aber heute weiß man mehr über Motorik, Schlaf und plötzlichen Kindstod.". Die beiden einigen sich darauf, dass es sinnvoll sei, das Baby nach dem Aufwachen für eine gewisse Zeit zum Spielen auf den Bauch zu legen, damit es lernt sich zu rollen und zu drehen.

Vergleich von Bauch- und Rückenschläfern

1992 startete die "back to sleep campaign", also die Kampagne, Babys zum Schlafen auf den Rücken zu legen. Ein kanadisches Forscherteam hat nun zwei Gruppen von Babys verglichen: Bauchschläfer aus den 90er Jahren und Rückenschläfer, geboren 20 Jahre später. Das Ergebnis: Es macht hinsichtlich der Motorik keinen Unterschied. Alle Babys drehten sich, die Entwicklung lief in der selben Reihenfolge und im selben Alter ab, egal ob Bauch- oder Rückenlage. Egal ob vom Bauch auf den Rücken oder umgekehrt, Babys beherrschen diese Drehung zu einem bestimmen Zeitpunkt automatisch.

Was bringt die "Bauch-Zeit" für die Motorik?

Die Wirkung der "Bauch-Zeit", das heißt das bewusste auf den Bauch legen durch die Eltern, konnten die Forscher nicht messen. Die befragten Eltern mussten zugeben, dass es ihnen schwer fiel, die Kinder konsequent in diese Position zu drehen - und vor allem - sie auch dort eine bestimmte Zeit zu halten.

Das Fazit der Studienleiterin Johanna Darrah von der Universität in Alberta in einem Artikel der Zeitschrift "Early Human Development": "Die Kampagne zum Schlafen in Rückenlage hatte keinen Negativ-Effekt auf die motorische Entwicklung. Motorik läuft automatisch ab."

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