Sensationsgeburt
Mann aus Berlin bringt Kind zur Welt09.09.2013, 16:19 Uhr | dpa, t-online.de
In Berlin hat ein "Transmann" ein Kind zur Welt gebracht (Symbolfoto). (Quelle: Insadco/imago)
In Berlin hat ein Mann nach einer Samenspende ein Kind zur Welt gebracht. Das berichtet die Onlineausgabe der "Bild". Bereits im März soll der Junge zur Welt gekommen sein. Was unglaublich klingt, lässt sich medizinisch erklären, denn der Vater war früher eine Frau. Transsexualität und Kinderwunsch sind medizinisch und rechtlich möglich.
Es handelt sich um einen sogenannten "Transmann", also einen Transsexuellen, der als Frau auf die Welt gekommen ist, sich aber als Mann fühlt und auch dauerhaft als solcher leben möchte. Er ist als Mann im Melderegister eingetragen. In Deutschland ist dies der erste bekannte Fall eines gebärenden Mannes.
Frauen, die ihr Geschlecht ändern, unterziehen sich meist einer Hormontherapie, die unter anderem den Bartwuchs anregt. Auch durch Operationen lässt sich einem männliches Erscheinungsbild nachhelfen. Aus medizinischer Sicht ist eine Schwangerschaft möglich, solange die Gebärmutter und Eierstöcke vorhanden sind.
Laut "Bild" kam das Baby bereits im März in Berlin bei einer Hausgeburt zur Welt, nur unterstützt von einer Hebamme. Wie das Blatt berichtet, wollte der Vater nicht im Krankenhaus entbinden, weil dort die Angestellten verpflichtet sind, bei einer Geburt den Namen der Mutter anzugeben. Dies habe der Vater aber nicht gewollt.
Dieser gebärende Mann wird aus Sicht der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität kein Einzelfall bleiben. "Die Bundesrepublik muss sich darauf einrichten, dass es eben auch schwangere Männer und Väterinnen geben kann. Das wird einfach irgendwann Alltag werden", sagte die Vorsitzende Andrea Budzinski.
Die Entwicklung sei eine Konsequenz aus einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2011, so Budzinski. Demnach müssen Transsexuelle sich nicht mehr operieren lassen, um ihr Geschlecht offiziell ändern zu können. Umgekehrt werde es aber auch Frauen mit ursprünglich männlichen Körpermerkmalen geben, die zeugungsfähig bleiben und "Väterinnen" werden können, sagte Budzinski.
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Der Fall erinnert an den US-Amerikaner Thomas Beatie. Der Transsexuelle war als Frau auf die Welt gekommen, hatte sich aber einer Geschlechtsumwandung unterzogen. Um auch äußerlich als Mann zu erscheinen, hatte er sich die Brüste amputieren lassen und eine Hormontherapie begonnen. Die Eierstöcke und Gebärmutter ließ er allerdings nicht entfernen. Mit Hilfe von künstlicher Befruchtung brachte er drei Kinder auf die Welt.
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09.09.2013, 16:19 Uhr | dpa, t-online.de
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