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Annegret R.: Vierlinge der 65-Jährigen dürfen demnächst nach Hause

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Kritische Phase überstanden  

Vierlinge der 65-Jährigen dürfen bald nach Hause

05.08.2015, 15:42 Uhr | t-online.de, dpa

Nach ihrer Geburt im Mai galten die Vierlinge der 65-jährigen Annegret R. als Hochrisikopatienten. Inzwischen hätte sich die Frühchen so positiv entwickelt, dass die Ärzte über eine Entlassung nachdenken, sagte eine Sprecherin der Klinik Charité in Berlin.

Neeta, Dries, Bence und Fjonn mussten am 19. Mai in der 26. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden. Das ist 15 Wochen früher als bei einer normalen Schwangerschaft. Die Babys waren noch Winzlinge, nur 655 bis 960 Gramm schwer und 30 bis 35 Zentimeter groß. Zwei wurden anfangs beatmet, bei einem war eine Darmoperation nötig. Inzwischen atmen alle vier Kinder selbständig.

Über die weitere Entwicklung der Kinder wollte die Charité keine Prognosen abgeben, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Immerhin: "Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut", sagte die Kliniksprecherin. Wann die Vierlinge nach Hause dürfen, ist noch unklar. Es sei eher von Wochen die Rede als von Tagen, hieß es. Üblicherweise werden Kinder nach einer Frühgeburt noch so lange im Krankenhaus versorgt, wie sie normalerweise im Mutterleib herangewachsen wären.

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Diese Schwangerschaft hat die Nation bewegt

Die 65 Jahre alte Berlinerin gilt als älteste Vierlingsmutter der Welt. Ihre Schwangerschaft war heftig umstritten. Annegret R., die damals bereits 13 Kinder und sieben Enkel hatte, ließ sich in der Ukraine künstlich gezeugte Embryonen einsetzen. Dazu waren sowohl eine Samenspende als auch eine Eizellspende nötig.

In Deutschland ist die Eizellspende verboten. Außerdem dürfen bei einer Kinderwunschbehandlung maximal drei befruchtete Eizellen eingepflanzt werden. Viele Experten raten sogar dazu, nur zwei zu verwenden. Der Grund: Jede Mehrlingsschwangerschaft stellt für die werdende Mutter und die Babys ein erhebliches Risiko dar.

Annegret R. hat das Risiko einer Vierlingsschwangerschaft in Kauf genommen – ebenso das Risiko bleibender Gesundheitsschäden bei den vier Kindern. Den späten Kinderwunsch hatte sie damit begründet, dass sich ihre neunjährige Tochter Lelia ein Geschwisterchen gewünscht habe. Die übrigen zwölf Kinder sind erwachsen.

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