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Längeres Stillen könnte 800.000 Babys retten

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Mindestens sechs Monate  

Längeres Stillen könnte 800.000 Babys retten

31.01.2016, 12:28 Uhr | dpa

Längeres Stillen könnte 800.000 Babys retten. Babys sollten mindestens sechs Monate gestillt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Babys sollten mindestens sechs Monate gestillt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Stillen ist gesund für das Baby und auch die Mutter. Längeres Stillen könnte 800.000 Babys weltweit retten und 20.000 Frauen vor dem Brustkrebs bewahren. Das ist das Fazit einer Analyse mehrerer Studien.

Dieses Fazit hat das britische Fachjournal "The Lancet" am Freitag veröffentlicht. Die Gesamtuntersuchung stützt sich auf Daten dutzender Studien und Analysen zu gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen des Stillens.

Frauen in Industrienationen stillen kürzer

Demnach wird in Industrieländern nur eines von fünf Kindern volle zwölf Monate lang gestillt, in ärmeren Ländern ist es eines von drei Kindern, das die ersten sechs Monate komplett gestillt wird. Damit entgingen mehreren Millionen Babys die Vorteile der Muttermilch, erklärten die Autoren.

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Mindestens sechs Monate stillen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine ausschließliche Ernährung durch Muttermilch während der ersten sechs Lebensmonate und ein teilweises Stillen bis zum Alter von bis zu zwei Jahren. Muttermilch enthält nicht nur alle nötigen Nährstoffe, sondern schützt das Baby auch vor Kinderkrankheiten.

In reichen Ländern verringere Stillen das Risiko eines plötzlichen Kindstods um mehr als ein Drittel, erklärten die Autoren. In ärmeren Ländern könnten durch längeres Stillen etwa die Hälfte der Durchfall-Epidemien und ein Drittel der Atemwegserkrankungen verhindert werden. Außerdem verringere die Muttermilch später das Risiko von Diabetes und Übergewicht beim Kind sowie von Brust- und Eierstockkrebs bei der Mutter. Somit werde das Gesundheitssystem entlastet.

Stillen fördert die Intelligenz

Nicht zuletzt erhöhe das Stillen die Intelligenz, hieß es in der Studie. Das diene letzlich auch dem globalen Wirtschaftswachstum.

In den reichen Ländern gehören Großbritannien, Irland und Dänemark zu den Ländern mit den niedrigsten Stillraten während der ersten zwölf Monate. In einigen Gesellschaften gilt Stillen in der Öffentlichkeit als verpönt.

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