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Glyphosat in Muttermilch: Bundesamt BfR gibt Entwarnung

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Bundesamt gibt Entwarnung  

Muttermilch frei von Unkrautvernichter

18.02.2016, 18:07 Uhr | AFP, t-online.de

Glyphosat in Muttermilch: Bundesamt BfR gibt Entwarnung. Muttermilch bleibt die beste Nahrung für das Baby. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Muttermilch bleibt die beste Nahrung für das Baby. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Muttermilch ist frei von Rückständen des umstrittenen Pflanzengifts Glyphosat. Dies ist das Fazit einer an zwei Laboren durchgeführten Untersuchung, die das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) jetzt vorgestellt hat.

In 114 Proben aus Niedersachsen und Bayern konnte nachgewiesen werden, dass in der Muttermilch zumindest bis zu einer Konzentration von einem Milliardstel Gramm "nichts zu finden ist". Rückstände darunter sind ohnehin gesundheitlich völlig unbedenklich, sagte BfR-Vizepräsident Reiner Wittkowski dem Sender MDR Info.

Im vergangenen Juni hatte eine stichprobenartige Untersuchung im Auftrag der Grünen in 16 überprüften Muttermilch-Proben Rückstände des Unkrautvernichtungsmittels nachgewiesen. Die Konzentration lag den Angaben zufolge über der für Trinkwasser zugelassenen Höchstgrenze. Die Proben stammten von Müttern, die alle keine Anwenderinnen von Glyphosat waren – also beispielsweise keine Landwirtinnen.

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Kritik an Glyphosat-Studie der Grünen

BfR-Vizechef Wittkowski kritisierte auf MDR Info, dass nie Details zu den damals angewendeten Methoden veröffentlicht worden sind. Das Bundesamt für Risikobewertung habe die Ergebnisse deshalb angezweifelt.

Die Ergebnisse der BfR-Studie werden in einer wissenschaftlichen Publikation zusammengefasst, die im "Journal of Agricultural and Food Chemistry" veröffentlicht wird.

Hintergrund

Glyphosat ist weltweit einer der am meisten eingesetzten Wirkstoffe in Unkrautvernichtungsmitteln und das am weitesten verbreitete Pflanzengift. Das Mittel ist seit vielen Jahren umstritten. Umweltschützer halten den Stoff für hochgiftig und fordern seit Jahren ein Verbot von Glyphosat.

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