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Geburtenrate in Städten steigt - Kinder werden Statussymbol

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Der "Brangelina-Effekt"  

Jung, reich, urban: Überraschende Fakten zur Geburtenentwicklung

02.05.2016, 18:01 Uhr | Susanne Reininger, t-online.de

Geburtenrate in Städten steigt - Kinder werden Statussymbol. Großstädte verzeichnen einen Baby-Boom. Kinder werden für die junge urbane Generation zum Statussymbol. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Großstädte verzeichnen einen Baby-Boom. Kinder werden für die junge urbane Generation zum Statussymbol. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In vielen europäischen Metropolen steigt die Geburtenrate. Kinder werden zum Statussymbol - Demographen nennen das Phänomen den "Brangelina-Effekt".

In München, Frankfurt und Berlin rollt der neue demografische Trend auf Streetdevil Skateboards oder gebettet in Bugaboos, Silver Cross- und Cybex-Kinderwagen über den Asphalt: In reichen Metropolen werden immer mehr Kinder geboren. Bislang gingen Bevölkerungsforscher davon aus, dass junge Paare, die in Großstädten leben, weniger Kinder bekommen. Eine aktuelle Untersuchung des Münchener Versicherungskonzerns Allianz zeichnet ein anderes Bild.

Angelina Jolie und Brad Pitt dienen Demographen als Namensgeber für den "Brangelina-Effekt".  (Quelle: dpa)Angelina Jolie und Brad Pitt dienen Demographen als Namensgeber für den "Brangelina-Effekt". (Quelle: dpa)

Der "Brangelina-Effekt"

Mittlerweile gilt es nicht mehr als "asozial", Kinder in der Großstadt aufzuziehen, sondern als Luxus. Immerhin muss es sich ein Elternpaar leisten können, seinen Nachwuchs in einer teuren Metropole wie New York, London oder München großzuziehen. Wie kann man "eindrucksvoller demonstrieren, dass man es im Leben zu etwas gebracht hat, als darin, fünf Kinder in einer Stadt wie Manhattan oder Beverly Hills großzuziehen?", konstatieren Strategen der kanadischen Beratungs- und Forschungsgesellschaft BCA Research. Sie nennen dieses Phänomen den "Brangelina-Effekt" – benannt nach dem Schauspielerpaar Angelina Jolie und Brad Pitt, das sechs Kinder hat. Kinder muss man sich eben leisten können.

Out: Häuschen im Grünen

Bis in die 1990er Jahre galt für junge Paare: Zur Familiengründung zieht man in ein Häuschen im Grünen, wo der Nachwuchs jenseits jeglicher Großstadtgefahren unbeschwert in der Natur aufwachsen kann. Großstädte galten als "Fruchtbarkeitsfallen" und unattraktiv zur Familiengründung, heißt es in dem Papier des Allianz-Magazins "Project M", das sich an Experten im Bereich Altersvorsorge richtet. Der Bericht zeigt auf, dass in vielen Metropolen mehr Kinder geboren werden als im jeweiligen Landesdurchschnitt.

 (Quelle: t-online.de/Allianz International Pensions) (Quelle: t-online.de/Allianz International Pensions)

In: Karriere mit Kind in der Stadt

Als einen der möglichen Gründe für den Babyboom in Großstädten führen die Autoren die bessere Work-Live-Balance auf, "vor allem, wenn beide Partner ihren Karriereweg weiter fortsetzen wollen",  betonen die Autoren. Möglich machten dies "kurze Wege, eine gute Infrastruktur und bessere Angebote für Kinderbetreuung". In der Stadt könnten vor allem junge, gut ausgebildete Frauen Familie und Karriere besser unter einen Hut bekommen.

Stadtbewohner seien tendenziell besser ausgebildet, hätten damit bessere Verdienstmöglichkeiten und könnten sich einen höheren Lebensstandard leisten. Konzerne und große Unternehmen böten meist familienfreundliche Modelle für Elternzeit, Teilzeit oder Kinderbetreuung – ein "Luxus", den man in ländlichen Gebieten nicht findet, so die Autoren. Dass aber auch Migranten einen nicht geringen Anteil an dem Mini-Babyboom in den Städten haben, spielt nur am Rande eine Rolle in dem Allianz-Papier. 

Fruchtbare Bewohner zwischen 15 und 44 Jahren

Unter dem Titel "Bigger Cities, more babies?" listen die Autoren des Allianz-Berichts insgesamt  41 amerikanische und europäische Metropolen und deren Geburtsraten auf. Im Durchschnitt liegt die Geburtenrate der untersuchten Städte um sieben Prozent höher als im jeweiligen Landesdurchschnitt.

Als Grundlage diente die sogenannte Bruttogeburtenziffer (engl. Child birth rate, CBR). Sie setzt die Anzahl der Geburten in einem Jahr zur durchschnittlichen Bevölkerung im selben Jahr ins Verhältnis. Als Datenrichtwert diente ein Altersprofil zwischen  15 und 44 Jahren. 

Die Analyse zeigte ein überraschendes Ergebnis: Je teurer die Lebenshaltungskosten in einer Großstadt, desto höher die Geburtenrate. So liegt München, eine der teuersten Städte in Deutschland, fünf Prozentpunkte über dem deutschlandweiten Schnitt, die Bankenstadt Frankfurt sogar mehr als 12 Prozent.

Demografische Entwicklung ist nicht aufzuhalten

Der städtische Babyboom sei keine Lösung für die Probleme, die durch die demografische Entwicklung der geburtenschwachen Jahrgänge entstehen, relativiert die Leiterin von Allianz International Pensions, Brigitte Miksa. Ein Teil der Lösung könne jedoch sein, dass Städte eine gute Work-Life-Balance und Flexibilität für Familien bieten sollten – vor allem für berufstätige Mütter. Im Arbeitsleben und auch Zuhause müsse Gleichberechtigung gelebt werden. Sei dies erreicht, würde das auch andere Paare ermutigen eine Familie zu gründen und auf den Straßen wäre wieder Kinderlachen zu hören. Ein schönes Idyll, das Miksa zeichnet. Doch das wird vorläufig nur in angesagten Szenevierteln der Metropolen zu sehen sein.

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