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Babys weinen mit Akzent: Studie zeigt Prägung durch die Sprache der Mutter

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Verhaltensforschung  

Babys weinen mit Akzent

22.08.2016, 09:46 Uhr | boj, dpa

Babys weinen mit Akzent: Studie zeigt Prägung durch die Sprache der Mutter. Babys weinen in Deutschland anders als beispielsweise in China. (Quelle: dpa)

Babys weinen in Deutschland anders als beispielsweise in China. (Quelle: dpa)

Deutsche Babys schreien anders als Neugeborene aus China, Kamerun oder Frankreich. Die Unterschiede erklären Wissenschaftler mit der Melodie der Muttersprache.

Neugeborene aus China und Kamerun weinen anders als deutsche Babys. "Ihr Weinen glich mehr einem Singsang", beschrieb die Würzburger Sprachforscherin Kathleen Wermke das, was sie bei chinesischen Banys hörte.

Zu ihren Ergebnisse kamen Forscher der Universität Würzburg nach zwei Studien. Nach Ansicht der Wissenschaftler erklären sich die Unterschiede damit, dass in den jeweiligen Muttersprachen die Tonhöhe, in der eine Silbe ausgesprochen wird, eine andere Bedeutung hat. In der Sprache der Chinesen und Kameruner seien Tonlagen wichtiger als im Deutschen, weshalb ihr Weinen sich eher wie Singen anhöre.

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Muttersprache wirkt direkt nach der Geburt

Die Forscher ziehen daraus den Schluss, dass Neugeborene offenbar schon direkt nach der Geburt damit anfangen, ihre Muttersprache aufzunehmen - nicht erst, wenn sie selbst zu sprechen versuchen.

In der ersten Studie untersuchten die Forscher 42 Babys, jeweils zur Hälfte aus Deutschland und von der Gruppe der Nso, die im Nordwesten von Kamerun lebt. Die Gruppe der Probanden war also recht klein. Ähnlich wie in der Untersuchung sahen die Ergebnisse in einer zweiten Studie mit 55 Neugeborenen aus Peking aus - hier allerdings etwas schwächer ausgeprägt.

Auch Franzosen weinen anders

Frühere Tests waren bereits zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Deutsche Babys schreien anders als französische, insbesondere Melodie und Rhythmus der Laute unterscheiden sich, hatten Forscher vor sieben Jahren herausgefunden. Neugeborene verinnerlichen demnach schon im Mutterleib die Sprache ihrer Eltern und auch deren Betonung.

Bei den Kindern aus China und Kamerun war nicht nur der Abstand zwischen dem tiefsten und dem höchsten Ton deutlich größer als bei den deutschen Babys, auch das kurzzeitige Auf und Ab der Töne fiel intensiver aus.

Extra zum Weinen gebracht wurden die Babys nach Angaben der Universität nicht. "Wir haben nur spontane Lautäußerungen aufgezeichnet, in der Regel immer dann, wenn sich ein Baby bemerkbar machte, weil es Hunger hatte", betonte Wermke.

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