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Düsseldorfer Tabelle zur Berechnung des Kindesunterhalts

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Unterhalt  

Unterhalts-Berechnung

18.03.2009, 09:52 Uhr | rev

Wenn zwischen geschiedenen Ehepartnern ein Unterhaltsanspruch besteht, sind für dessen Berechnung die ehelichen Lebensverhältnisse ausschlaggebend. Dabei berücksichtigen Gerichte solche Einkommensveränderungen nach der Scheidung, die als Fortführung der schon die Ehe prägenden Verhältnisse angesehen werden können (zum Beispiel Gehaltserhöhung). Neu geschaffene Einnahmenquellen wie zum Beispiel die Vermietung einer neu erworbenen Wohnung werden hingegen nicht berücksichtigt.

Bei der Berechnung des Unterhalts sind vor allem zwei wesentliche Fälle zu unterscheiden:

1. Unterhaltspflichtiger ist erwerbstätig; Berechtigter ohne Einkommen

Der Unterhaltspflichtige muss als Ehegattenunterhalt drei Siebtel des eigenen Nettoeinkommens entrichten und nicht die Hälfte, da er als sogenannten Erwerbstätigenbonus ein Siebtel des Nettoeinkommens behält. Zu den drei Siebtel kommt noch die Hälfte der sonstigen anrechenbaren Einkünfte des Unterhaltspflichtigen hinzu.

2. Beide Ehegatten erzielen Erwerbseinkommen

In einem solchen Fall entscheidet die Differenzmethode über die Höhe der Unterhaltszahlungen: Der Unterhalt beträgt drei Siebtel der Differenz zwischen den anrechenbaren Erwerbseinkommen der Ehepartner. Für sonstige anrechenbaren Einkünfte gilt ebenfalls der Halbteilungsgrundsatz.

Düsseldorfer Tabelle zur Berechnung des Kindesunterhalts

Zur Berechnung der Höhe des Kindesunterhalts dient die sogenannte Düsseldorfer Tabelle. Die Angaben in der Tabelle sind nicht bindend, sondern stellen nur eine Richtlinie dar. Ausgegangen wird bei den folgenden Werten von einem gegenüber zwei Kindern Unterhaltspflichtigem:

Nettoeinkommen des
Unterhaltspflichtigen
in Euro

Altersstufen in Jahren
Beträge in Euro

0-56-1112-17ab 18
bis 1500 Euro317364426488
1501-1900333383448513
1901-2300349401469537
2301-2700365419490562
2701-3100381437512586
3101-3500406466546625
3501-3900432496580664
3901-4300457525614703
4301-4700482554648742
4701-5100508583682781

Stand: 01.01. 2010

Liegt das monatliche Nettoeinkommen der zu Unterhalt verpflichteten Person über 5100 Euro, berechnet sich der zu zahlende Betrag nicht nach der Düsseldorfer Tabelle, sondern wird nach den Umständen des Einzelfalls bestimmt.

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