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    Düsseldorfer Tabelle 2013: So wird der Unterhalt berechnet

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    Düsseldorfer Tabelle 2013  

    Düsseldorfer Tabelle 2013: Wer jetzt wie viel Unterhalt zahlen muss

    08.05.2013, 13:38 Uhr | dpa, t-online.de

    Düsseldorfer Tabelle 2013: So wird der Unterhalt berechnet. Düsseldorfer Tabelle 2013: Keine Änderungen im Kindesunterhalt. (Quelle: imago)

    Die Düsseldorfer Tabelle gibt die Höhe des Kindesunterhalts vor. (Quelle: imago)

    Die Unterhaltssätze der Düsseldorfer Tabelle für Kinder bleiben unverändert. Für Trennungskinder steht also die zweite Nullrunde in Folge ins Haus. Nach der Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze haben die Gerichte nun allerdings auch den Selbstbehalt für Unterhaltspflichtige angehoben. Ihnen soll ein Anreiz zum Arbeiten bleiben.

    1000 statt 950 Euro Selbstbehalt

    Wer nach einer Trennung Unterhalt zahlen muss, darf 2013 mehr von seinem Geld behalten - für die betroffenen Kinder ändert sich hingegen zum zweiten Mal in Folge nichts. Das hat das Düsseldorfer Oberlandesgericht mitgeteilt. Ein erwerbstätiger Unterhaltszahler mit Schulkindern bis 21 Jahren darf künftig 1000 statt 950 Euro im Monat für seinen eigenen Bedarf behalten.

    Düsseldorfer Tabelle 2013: Unterhaltssätze für Kinder bleiben

    Die Anhebung sei notwendig geworden, weil die Hartz-IV-Sätze erhöht wurden. "Die Opfergrenze ist das Existenzminimum", sagte Familienrichter Jürgen Soyka. Die Änderungen werden am 1. Januar 2013 wirksam. Die Unterhaltssätze der Düsseldorfer Tabelle für die Kinder bleiben hingegen gleich.

    Viele Trennungskinder könnten dadurch dennoch in die Sozialhilfe rutschen, wenn beim Unterhaltszahler der Mindestsatz für die Kinder nicht mehr übrig bleibt. In Deutschland gibt es knapp drei Millionen minderjährige Trennungskinder. Hinzu kommen die unterhaltsberechtigten volljährigen Kinder.

    So verändert sich der Selbstbehalt der Unterhaltspflichtigen

    Für die nicht oder geringfügig arbeitenden Ex-Partner gibt es tendenziell weniger Geld. Sie müssen sich teilen, was nach Abzug von Kindesunterhalt und Selbstbehalt übrig bleibt.

    Der Selbstbehalt für arbeitslose Unterhaltspflichtige steigt von 770 auf 800 Euro. Bei unterhaltsberechtigten volljährigen Kindern, die nicht mehr in der Schule sind, steigt der Satz von 1150 auf 1200 Euro. Bei einem nichtehelichen Kind liegt der Selbstbehalt künftig bei 1100 statt 1050 Euro. Im Einzelfall könne der Selbstbehalt weiter steigen, etwa beim Nachweis, dass für den vorgesehenen Mietsatz keine Wohnung zu finden ist, oder weil die gestiegenen Energiekosten den Ansatz für die Wohnkosten sprengen.

    Wenn die Unterhaltspflicht für die eigenen Eltern besteht, etwa, weil diese pflegebedürftig sind und die Rente dafür nicht reicht, steigt der Selbstbehalt von 1500 auf 1600 Euro.

    Unterhaltspflichtig gegenüber...Selbstbehalt bisherSelbstbehalt ab 2013
    Kindern bis 21 Jahre (im Haushalt eines Elternteils und allg. Schulbildung), Unterhaltspflichtiger erwerbstätig950 Euro1000 Euro
    Kindern bis 21 Jahre (im Haushalt eines Elternteils und allg. Schulbildung), Unterhaltspflichtiger nicht erwerbstätig770 Euro800 Euro
    anderen volljährigen Kindern1150 Euro1200 Euro
    Ehegatten oder Mutter/Vater eines nichtehelichen Kindes1050 Euro1100 Euro
    eigenen Eltern1500 Euro1600 Euro

    Staat muss für Lebensunterhalt der Kinder aufkommen

    Mit der Erhöhung des Selbstbehalts werde vermieden, dass die Unterhaltspflichtigen reihenweise zu Hartz-IV-Berechtigten werden. Auf der anderen Seite werde der Staat den Lebensunterhalt vieler Kinder stärker bezuschussen müssen. "Das wird nicht wenig sein, was da auf den Staat zukommt", so Soyka.

    Dem Regelsatz von 382 Euro für die Lebenshaltung wurden Wohnkosten von 360 Euro Warmmiete, 30 Euro für Versicherungen, 28 Euro für Mehrkosten wie die GEZ-Gebühren und 200 Euro als Arbeitsanreiz hinzugefügt - ergibt 1000 Euro.

    Das müssen Unterhaltspflichtige zahlen - Düsseldorfer Tabelle 2013

    Die Düsseldorfer Tabelle regelt bundesweit Unterhaltsansprüche für Millionen Trennungskinder. Sie wird in Abstimmung mit den Familiensenaten der anderen Oberlandesgerichte und dem Deutschen Familiengerichtstag erstellt. Die Tabelle selbst bleibt unverändert, nachdem die Sätze für den Kindesunterhalt vor zwei Jahren deutlich um 13 Prozent angehoben worden waren. Die folgenden Sätze der Düsseldorfer Tabelle sind also auch 2013 gültig:



    Nettoeinkommen des
    Unterhaltspflichtigen
    in Euro

    Altersstufen in Jahren
    Beträge in Euro

    0-56-1112-17ab 18
    bis 1500 Euro317 364 426 488
    1501-1900333383448513
    1901-2300349401469537
    2301-2700365419490562
    2701-3100381437512586
    3101-3500406466546625
    3501-3900432496580664
    3901-4300457525614703
    4301-4700482554648742
    4701-5100508583682781
    ab 5100 nach den Umständen des Falles

    Hier geht es zur Düsseldorfer Tabelle 2014.

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