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Düsseldorfer Tabelle 2015: Ab August wird mehr Unterhalt fällig

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Düsseldorfer Tabelle  

Seit August müssen Unterhaltspflichtige für ihre Kinder drauflegen

03.08.2015, 13:01 Uhr | dpa, t-online.de

Düsseldorfer Tabelle 2015: Ab August wird mehr Unterhalt fällig. Düsseldorfer Tabelle 2015: Wie viel Unterhalt muss ich für mein Kind zahlen?  (Quelle: dpa)

Wie viel Unterhalt muss ich für mein Kind zahlen? Das regelt die Düsseldorfer Tabelle. (Quelle: dpa)

Unterhaltspflichtige müssen seit 1. August 2015 an mehr zahlen: Ab diesem Datum gilt eine neue Düsseldorfer Tabelle. Diese regelt abhängig vom Nettoeinkommen, wie viel getrennt lebende Väter und Mütter in Deutschland für ihre Kinder zahlen müssen.

>>>Hier geht es zu den aktuellen Infos zur Düsseldorfer Tabelle 2016

Das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf hat die Bedarfssätze unterhaltsberechtigter Kinder zum ersten Mal seit 2010 wieder erhöht. Die Entscheidung beruht auf einem im Juli 2015 verkündeten Gesetz, in dem die Anhebung des Grundfreibetrages, des Kindergeldes und des Kinderzuschlags rückwirkend zum 1. Januar 2015 beschlossen wurde.

Zuvor waren zweimal die Selbstbehalte der Unterhaltszahler, das sind in der Regel die Väter, erhöht worden. "Kinder bekommen endlich mehr Geld", sagte Jürgen Soyka, Familienrichter am OLG und einer der Herausgeber der Tabelle.

Düsseldorfer Tabelle ab August 2015

Im Durchschnitt gibt es etwa 3,3 Prozent mehr für unterhaltsberechtigte Kinder. Das sind die neuen Unterhaltssätze:

Einkommensstufen
in Euro
Altersstufen in Jahren
Unterhalt in Euro
0-56-1112-17volljährig
bis 1500 Euro328376440504
1501-1900345395462530
1901-2300361414484555
2301-2700378433506580
2701-3100394452528605
3101-3500420482564646
3501-3900447512599686
3901-4300473542634726
4301-4700499572669767
4701-5100525602704807
ab 5100 Euro nach den Umständen des Falles

Unterhaltsrechner: Hier berechnen, wie viel Unterhalt Sie zahlen müssen 

So entwickelt sich der Mindestunterhalt

Das OLG Düsseldorf erhöhte somit den Mindestunterhalt: Kindern stehen bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres statt 317 nun 328 Euro monatlich zu. Kinder vom siebten bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres bekommen mindestens 376 statt zuvor 364 Euro, und der Mindestunterhalt eines Kindes ab dem 13. Lebensjahr bis zu Volljährigkeit steigt von bisher 426 Euro im Monat auf 440.

Der Unterhalt volljähriger Kinder berechnet sich nach dem Bedarfssatz der höchsten Altersstufe zuzüglich der Differenz zwischen der zweiten und dritten Altersstufe. Daraus ergeben sich 504 Euro statt 488 Euro.

Neuer Kinderfreibetrag lässt Kindesunterhalt ansteigen

Grundlage für den neu berechneten Kindesunterhalt ist die Erhöhung des jährlichen steuerlichen Kinderfreibetrags. Dieser steigt für das Jahr 2015 um 144 Euro - von bisher 7008 Euro auf 7152 Euro.

Der Freibetrag setzt sich zusammen aus

  • 2.640 Euro für den Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf
  • 4.512 Euro für das sächliche Existenzminimum des Kindes - dieser Teil lag zuvor bei 4368 Euro

Zwar wird der Kinderfreibetrag rückwirkend zum 1. Januar 2015 erhöht, die Unterhaltssätze steigen jedoch erst ab August.

Weitere Anhebung des Unterhalts ab 2016

Zum 1. Januar 2016 wird es voraussichtlich eine neue Ausgabe der "Düsseldorfer Tabelle" mit erhöhten Beträgen geben. Dann wird der steuerliche Kinderfreibetrag, der Minimumbedarf eines Kindes, um 96 auf 4608 Euro steigen.

Mit der Neufassung zum 1. August wurden deshalb nur die Bedarfssätze angepasst. Sonstige Änderungen blieben der Tabelle für 2016 vorbehalten, heißt es auf der Internetseite des OLG Düsseldorf - etwa die Erhöhung des Bedarfs für Studenten.

Ab 2015 gilt ein höherer Selbstbehalt

Anfang 2015 stieg bereits der Selbstbedarf von Unterhaltspflichtigen - das ist der Mindestbetrag, den ein Unterhaltspflichtiger von seinem Einkommen für sich behalten darf:

Unterhaltspflichtig gegenüber...Selbstbehalt
Kindern bis 21 Jahre (im Haushalt eines Elternteils und allg. Schulbildung), Unterhaltspflichtiger erwerbstätig1080 Euro
Kindern bis 21 Jahre (im Haushalt eines Elternteils und allg. Schulbildung), Unterhaltspflichtiger nicht erwerbstätig880 Euro
anderen volljährigen Kindern1300 Euro
Ehegatten oder Mutter/Vater eines nichtehelichen Kindes1200 Euro
eigenen Eltern1800 Euro

In den 1080 beziehungsweise 880 Euro Selbstbehalt sind bis 380 Euro für Unterkunft einschließlich umlagefähiger Nebenkosten und Heizung enthalten. Der Selbstbehalt soll erhöht werden, wenn die Wohnkosten (Warmmiete) den ausgewiesenen Betrag überschreiten und nicht unangemessen sind.

 (Quelle: dpa)

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