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Geburt des Geschwisterchens bedeutet Stress

13.10.2008, 16:51 Uhr

Kinderpsychologie: Geburt des Geschwisterchens bedeutet Stress. Für Erstgeborene ist die Geburt des Geschwisterchens nicht einfach.

Für Erstgeborene ist die Geburt des Geschwisterchens nicht einfach. (Bild: Archiv)

Erstgeborene sind ab der Geburt an ein Einzelkind-Dasein gewöhnt. Weder ihre Eltern noch ihre Spielsachen müssen sie in ihrer ersten Lebensphase mit jemandem teilen. Wenn dann das zweite Geschwisterchen kommt, bedeutet dies für die Nummer eins einen harten Einschnitt. "Plötzlich ist das Erstgeborene nicht mehr der Mittelpunkt, denn die Eltern kümmern sich nun intensiv um das Baby. Das ist eine herbe Enttäuschung für das ältere Kind", erklärt Wolfgang Bergmann, Kinderpsychologe aus Hannover.

Viel Zuwendung für das erstgeborene Kind

Besonders für Kleinkinder sei der plötzliche Verlust von uneingeschränkter Zuneigung seiner Eltern oft ein Schock. "Zwei- bis Dreijährige haben eigentlich keine Chance, diese Entmachtung zu verkraften. Nicht selten entwickelt sich daraus ein regelrechtes Trauma", sagt Bergmann. Eltern sollten daher unbedingt darauf achten, dem älteren Geschwisterchen in dieser Zeit besonders viel Liebe und Zuwendung zukommen zu lassen. "Dabei muss man sich keine Sorgen machen, das Kind könnte verwöhnt werden. Egal, wie sehr man sich ins Zeug legt - der Säugling wird trotzdem immer noch mehr Zeit und Aufmerksamkeit bekommen", bekräftigt Bergmann.

Das ältere Kind unterstützen

Auch beim Heranwachsen solle man darauf achten, die Kleinsten nicht zu bevorzugen. "Die Jüngsten unter den Geschwistern haben meistens ein strahlendes Selbstbewusstsein. Sie haben noch nie die Erfahrung gemacht, dass ihnen jemand den Rang abläuft, und behalten dieses narzisstische Urvertrauen ihr Leben lang", sagt der Kinderpsychologe. Es schade den Zweit- oder Drittgeborenen also nicht, wenn man beispielsweise bei Streitigkeiten immer das ältere Kind unterstütze.

Großer Altersabstand von Vorteil

Besser sei es jedoch, den Altersabstand zwischen den Kindern so groß zu halten wie möglich. "Nach Möglichkeit sollte man sechs bis sieben Jahre warten, ehe man ein zweites Kind bekommt", sagt der Therapeut. In diesem Alter seien die Kinder in der Lage, die Konkurrenz durch andere Erfolgserlebnisse zu kompensieren. "Ein Siebenjähriger begreift, dass er dem Baby gegenüber auch Vorteile hat. Er wird dann eben einfach ein toller Fußballtorwart", sagt Bergmann.

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