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Pubertät: Zwischen kindlich und cool

13.10.2008, 17:03 Uhr | ruf, ddp, t-online.de

Bei den pubertären Machtkämpfen müssen Eltern oft eine Menge einstecken. Ihre kleinen Lieblinge fahren plötzlich auch verbal schwere Geschütze auf, kränken und entwerten ihre bisherigen "Erziehungsberechtigten", um sich abzugrenzen. "Eltern sollten sich bei solchen Attacken immer bewusst machen, dass diese Aufmüpfigkeit normal ist und keine böse Absicht dahintersteckt", rät Sybille Herold. Es sei aber auch wichtig, dass die Jugendlichen die Konsequenzen ihrer Ausraster spürten. "Wenn man sich verletzt fühlt, sollte man das auch deutlich ansprechen", sagt die Erziehungsexpertin. Man könne beispielsweise sagen:"Ich bin traurig und fühle mich missachtet, wenn du somit mir umgehst. Ich möchte, dass du das änderst." Auch der Entzug von Gefälligkeiten sei ein legitimes Mittel der Eltern-Selbstverteidigung. "Man kann seinem Spross durchaus klar machen, dass sein Benehmen unangebracht war und man die Chauffeurdienste zum Sportkurs deshalb in der nächsten Woche ausfallen lässt. So lernen die Jugendlichen, dass jeder Mensch seine Grenzen hat", sagt Sybille Herold.

Eltern brauchen neue Beschäftigungsfelder

"Der Umbruch, der in der Pubertät geschieht, wirkt sich auch maßgeblich auf die Eltern aus", sagt Sybille Herold. Die Erfahrung, dass ihr Kind sie immer weniger braucht, sei für viele schwer zu verdauen. "Für diejenigen, für die das Kind bislang der Lebensinhalt war, bricht eine schwierige Zeit an. Ich rate Eltern daher immer, sich bewusst andere Beschäftigungsfelder zu suchen, sei es ein wiederentdecktes Hobby oder ein Ehrenamt", sagt Sybille Herold. Die Ablenkung des eigenen Tatendrangs mache es einfacher, das Kind in die Unabhängigkeit ziehen zu lassen. "Wenn die Eltern fähig sind, sich auf andere Dinge konzentrieren, können die Kinder sich freier entwickeln." Man sollte trotz aller Anstrengungen allerdings nicht erwarten, dass man die pubertäre Phase völlig unbehindert durchgleiten wird."Egal, wie sehr man sich anstrengt: Man kann von einem Pubertierenden nicht immer ein sonniges Gemüt erwarten", stellt Sybille Herold klar.

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