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Schreibaby-Ambulanzen retten verzweifelte Eltern

13.10.2008, 18:31 Uhr | ruf, dpa

Schnelle Hilfe

Zweieinhalb Stunden genügten für Claudia und Ben, das zu verstehen und umzusetzen. "Ich fand es unglaublich, wie schnell das ging", berichtet die Steuerberaterin. Zu Beginn des Beratungsgesprächs war alles wie zuvor: "Ich kam rein, er fing an zu quengeln. Ich habe versucht, ihn zu beruhigen, aber er weinte immer stärker." Die Therapeutin ließ die völlig aufgelöste Mutter erzählen und beobachtete ihr Verhalten. Dann legte sie ihr die Hand auf den Arm und versuchte ihr dabei zu helfen, das umzusetzen, was nach Meinung aller drei Schreibaby-Ambulanzen das einzige ist, was hilft: "Ruhe reinbringen".

Weinen kann wichtig sein

Für Claudia Steiner hieß das: Mit dem weinenden Kind auf dem Arm ruhig sitzen bleiben und auf den Schlaf warten. "Ben muss beweinen, dass er nicht einschlafen kann", erklärte Keller ihrer Klientin und ermutigte sie, das Schreien für begrenzte Zeit zu ertragen. "Das war für mich ein völlig neuer Gedanke", sagt Claudia Steiner: "Dass er weinen darf, vielleicht sogar weinen muss." Sie fuhr nach Hause mit dem Auftrag, sich vorzustellen, sie käme gerade aus dem Krankenhaus und begönne ihre Beziehung zu dem Kleinen ganz von vorne.

Oft sind Kaiserschnitt-Kinder Schreibabys

Typisch an diesem Fall ist auch, dass Ben per Kaiserschnitt auf die Welt kam. Fast ein Drittel der Mütter, die Keller berät, kamen nicht bei einer Spontangeburt auf die Welt. Worin genau der Zusammenhang besteht, ist unklar. Eine von Hebammen bevorzugte These besagt, dass Kinder bei einer "Sectio" bestimmte Erfahrungen nicht machen, die es ihnen erleichtern würden, sich an die Lebensumstände außerhalb des Mutterleibs anzupassen.

Gründe können auch psychologisch bedingt sein

Rachel Benedikts Tochter kam natürlich auf die Welt. Bei ihr lagen die Ursachen tiefer, tief in der Kindheit der heute 28-Jährigen. Als Kind war sie schwer krank gewesen, lag fast ein Jahr lang im Krankenhaus. "Seither habe ich ganz große Trennungsängste." Die Vorstellung, sich auch nur für eine Stunde von der Kleinen zu trennen, war unerträglich. Wenn die Oma mal ausfahren wollte, heulte Rachel zu Hause Rotz und Wasser, statt sich zu entspannen. "Irgendwann habe ich erkannt: Das waren immer meine Probleme, nie ihre", sagt die junge Mutter heute.

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