Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Erziehung >

Alkoholkonsum: Regeln festgelegen und Konflikte austragen (2)

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Regeln festgelegen und Konflikte austragen

16.10.2008, 12:09 Uhr

"Da Pubertierende ihre Grenzen austesten, müssen Eltern mit Konflikten rechnen", sagt Stadtmüller. Sie könnten aber versuchen, positive Anreize für das Einhalten der Regeln zu schaffen. So würden manche Eltern zum Beispiel für eine Party kochen, auf der verantwortungsvoll mit Alkohol umgegangen wird. Zum anderen müssten sie aber auch Konsequenzen ziehen, wenn die Fete ausufere. Die Sanktionen sollten angemessen sein. "Zudem darf man nur das androhen, was man auch wirklich durchsetzen möchte", rät der Diplompsychologe.

Kindern den Rücken stärken

Dem Nachwuchs könne es helfen, wenn die Eltern mit ihm kritische Situationen durchsprechen. "Die meisten Jugendlichen sind nicht so sicher, wie sie vorgeben", berichtet Stadtmüller. Selbst wenn sie genervt täten, warteten sie doch darauf, dass ihre Eltern das Thema ansprechen. Dies bestätigt auch der Kölner Erziehungswissenschaftler Albert Wunsch. Zusammen könne man sich zum Beispiel überlegen, wie man sich verhält, wenn ein Freund noch ein Bier will, obwohl er schon betrunken lallt. Oder wenn ein Bekannter mit der Flasche Wodka in der Hand zur Mutprobe auffordert. "Es ist wichtig, dass man Kinder stark macht, damit sie in entscheidenden Momenten 'Nein' sagen können", berichtet Wunsch.

Jugendliche haben oft Probleme

Wichtige Argumentationshilfen können auch die Gefahren von exzessivem Trinken für Leib und Leben der Jugendlichen sein. Informationen zu den Risiken des Komasaufens gibt es im Internet und in vielen Beratungsstellen. Die Drogen- und Suchtberatung der Stadt Erlangen beispielsweise ist an dem bundesweiten Präventionsprojekt "HaLT - Hart am LimiT" beteiligt. Mitarbeiter des Teams informieren nicht nur über den verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol, sondern betreuen auch Kinder und Jugendliche, die mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus liegen. "Etliche Jugendliche funktionieren in der Woche ganz gut, ersäufen aber am Wochenende ihren Frust", berichtet Stadtmüller. Häufig hätten sie Probleme, die ihr erwachsenes Umfeld bis dahin nicht mitbekommen habe.

Gemeinsame Familienaktivitäten stärken Pubertierende

Daher sollten sich Eltern gerade auch in schwierigen Zeiten für die Lebenswelt ihrer Kinder interessieren. Trotz wechselnder Launen und häufiger Konflikte bräuchten Pubertierende ihre Eltern als Ansprechpartner. Dabei könnten ihnen Alltagsrituale wie ein regelmäßiger Familienabend oder gemeinsame Aktivitäten am Wochenende helfen. "Beim Kanutrip oder im Hochseilgarten bekommt man dann vielleicht auch ohne Alkohol einen Kick", sagt Stadtmüller.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Wahnsinn 
Cleverer Hund überwindet Gartenzaun mit Trick

Kaum zu glauben, wie der Hund es schafft zu seinen Freunden zu gelangen. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Auf flachen Sohlen - Schuhe für die kühle Jahreszeit

Angesagte Stiefel, trendige Schnürer, klassische Stiefeletten u.v.m. jetzt entdecken bei BAUR.

Shopping
Mit dem Multitalent wird jedes Kochen zum Erlebnis

Krups Multifunktions-Küchenmaschine HP5031: Ihr Partner für kreative Kochideen! bei OTTO.de

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal