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Sauerstoffmangel  

Kind bei Wutkrampf ablenken

24.10.2008, 17:43 Uhr | ots; sca

. Ein kleines Mädchen schreit.

Ein kleines Mädchen schreit. (Foto: imago)

Schrei- oder Wutkrämpfe eines Kindes sind anstrengend, aber meist ungefährlich - auch wenn das Kind dabei in seltenen Fällen bewusstlos werden kann. Etwa zwei bis fünf Prozent aller Kinder zwischen sechs Monaten und sechs Jahren sind von solchen respiratorischen Affektkrämpfen betroffen, erläutert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln. Die Anfälle hören in der Regel spätestens bis zum Schulalter spontan auf und hinterlassen keine Schäden.

Affektanfälle durch Ablenken vermeiden

"Diese Affektanfälle können Eltern nur verhindern, wenn sie vermeiden, dass sich das Kind extrem in eine Wut hineinsteigert, zum Beispiel, indem sie es durch lautes Zurufen oder ungewohnte Geräusche ablenken", sagt Prof. Hans-Jürgen Nentwich, Vorstandsmitglied des BVKJ. Im Gegensatz zu einem epileptischen Anfall schreie das Kind, bevor es eventuell kurze Zeit ohnmächtig wird. Können Eltern den Anfall nicht abwehren, sollten sie das Kind in eine stabile Seitenlage bringen und Ruhe bewahren. Nach einigen Sekunden bis Minuten komme es wieder zu sich.

Bei Affektkrampf entsteht Sauerstoffmangel

Bei einem Affektkrampf verschließt sich die Stimmritze krampfartig, das Kind atmet nicht mehr und der Blutdruck sinkt. Der Sauerstoffmangel im Körper führt dazu, dass sich die Lippen beziehungsweise die Haut blau verfärben. Auch flüchtige, krampfartige Zuckungen sind möglich. Vor allem lebhafte, leicht reizbare oder auch jähzornige Kinder neigen laut BVKJ zu solchen Wutkrämpfen. In manchen Familien können sie gehäuft vorkommen.

Epilepsie muss ausgeschlossen werden

Zumindest bei wiederholtem Auftreten empfiehlt Nentwich betroffenen Eltern, unbedingt vom Kinder- und Jugendarzt eine Epilepsie ausschließen zu lassen. Das sei in den meisten Fällen bereits durch eine genaue Schilderung der Anfälle und ohne umfangreiche Diagnostik möglich. Die Anfälle sollten nicht Grund dafür sein, dass Eltern dem Kind übermäßige Aufmerksamkeit schenken und ihm keine Grenzen mehr setzen. Dadurch könne ein Teufelskreis entstehen.


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