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Kinderwunsch nach Kriegsspielzeug möglichst ignorieren

28.10.2008, 17:20 Uhr | ruf, ddp

Spielwaren: Kinderwunsch nach Kriegsspielzeug möglichst ignorieren. Realitätsabbildende Spielzeug-Waffen sollten für Kinder tabu sein.

Realitätsabbildende Spielzeug-Waffen sollten für Kinder tabu sein. (Bild: Imago)

Neben Puppen und Springseilen kann man in Spielwarengeschäften meistens auch Plastik-Gewehre und -Pistolen kaufen. Eltern ist oft unwohl bei dem Gedanken, dass ihre Sprösslinge mit solchem Kriegsspielzeug hantieren. "Realitätsgetreue Waffen oder Panzer gehören nicht in Kinderhände. Hier sollten Eltern auf jeden Fall klare Grenzen setzen", sagt Albert Wunsch, Dozent für Erziehungswissenschaft an der Katholischen Fachhochschule Köln.

Gewöhnung an Waffen ist schlecht

In der dauerhaften Beschäftigung mit Kriegsspielzeug sieht der Erziehungsexperte eindeutig eine Gefahr für Kinder. "Das Kind gewöhnt sich an den Anblick von Waffen, es beschäftigt sich damit, was man mit Waffen tun kann. Gewalt und Tod werden so zum Dauerthema im Leben des Kindes", sagt Wunsch. Dieser spielerische Kontakt setze die Hemmschwelle für Aggressionen und Gewalt niedriger.

Wunsch nach Kriegsspielzeug ignorieren

"Wenn das Kind sich so etwas wünscht, sollte man das erst einmal ignorieren", sagt Wunsch. Lasse das Drängen nicht nach, solle man herausfinden, woher dieses Verlangen kommt. Manche Kinder möchten einfach nur die Sachen haben, mit denen auch ihre Freunde spielen. "Bei anderen kann aber auch eine sadistische Neigung oder ein übermäßiges Interesse am Krieg deutlich werden. Dann sollte man von Fall zu Fall entscheiden, ob beim Kind vielleicht tiefliegende Konflikte offenkundig werden, bei denen man ihm helfen sollte", sagt Wunsch. Dann könnte man das Thema Gewalt auch mit dem Kind besprechen. "Fragen wie 'Wie würdest du dich fühlen, wenn jemand mit einer Waffe auf dich zielen würde?' regen die Kinder zum Nachdenken an", sagt Wunsch.

Kein realistisch aussehendes Kriegsspielzeug kaufen

Er rät Eltern, ihren Kindern grundsätzlich kein realistisch aussehendes Kriegsspielzeug zu kaufen. Allerdings sollten Eltern in ihren pazifistischen Bestrebungen auch nicht zu weit gehen. "An Karneval braucht ein kleiner Cowboy nun einmal einen Revolver mit Knallpatronen. Hier sollte man auch mal ein Auge zudrücken können", sagt Wunsch. Auch Spritzpistolen hält der Erziehungswissenschaftler nicht für grundsätzlich bedenklich. "Man sollte aber darauf achten, dass die Spritzpistole nicht aussieht wie ein Maschinengewehr, sondern wirklich wie ein buntes Kinderspielzeug", sagt Wunsch.


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