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Volles Programm: Wochenendväter wollen was bieten

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Wochenendväter  

Volles Programm: Wochenendväter wollen was bieten

30.10.2008, 12:50 Uhr | sca, dpa

Wie oft dürfen Väter ihre Kinder sehen? "Die Häufigkeit der Besuche sollte alters- und ortsabhängig entschieden werden", sagt Prünte. In der Regel dürfen Väter ihre Kinder alle zwei Wochen treffen. "Wenn die Anfahrt allerdings sehr weit ist, muss man die Belastung für die Kinder realistisch einschätzen." Besser sei es dann, statt jedes zweite Wochenende nur jedes vierte zu nutzen und dafür die Ferien stärker auf den Vater auszurichten.

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Ein Stück Alltag statt überfrachteten Wochenenden

Freitag Ankunft, Sonntag Abfahrt: So ein Wochenende geht blitzschnell vorbei. Kein Wunder, dass die Erwartungen und Wünsche von beiden Seiten hoch sind. "Überfrachten Sie das Wochenende nicht mit zu viel Programm", rät Kodjoe. Gerade im Wunsch, ein toller Vater zu sein, würden viele Männer nun alle Register ziehen. Doch diese Bonbonpädagogik überfordere nicht nur die Kinder, sie führe auch oft zu Stress mit den Müttern. "Wochenendväter sollten versuchen, mit den Kindern ein Stück Alltag zu leben", rät Prünte.

Eigener Bereich beim Vater erleichtert Wechsel

Auch wenn der Vater in der näheren Umgebung wohnt: "Kinder brauchen Zeit und Ruhe, um erstmal anzukommen", sagt Kodjoe. Am Freitag verlassen die Kinder die Mutter, am Sonntag schon wieder den Vater: "Das sind richtige kleine Trauerphasen, die die Kindern immer wieder durchmachen müssen." Leichter fällt der Wechsel Kindern, die auch beim Vater ein eigenes Zimmer haben. "Oder zumindest eine kleine Ecke mit persönlichen Sachen", sagt Prünte. Zum einen muss so nicht immer alles mitgeschleppt werden, zum anderen ist das eigene Spielzeug oder Bett auch immer ein Stück Zuhause.

Kompensation des eigenen Schmerzes

Wochenend-Väter, die ihrem Kind jeden Wunsch von den Augen ablesen, sollten ihre eigenen Gefühle kritisch unter die Lupe nehmen. Laut Prünte ist übermäßiges Verwöhnen oft nur die Kompensation des eigenen Schmerzes: "Wochenendväter haben häufig das Gefühl, etwas nachholen oder beweisen zu müssen." Doch das sei in zwei Tagen überhaupt nicht machbar, ergänzt Kodjoe. "Geben Sie Ihrem Kind lieber das, was es wirklich braucht: Zuwendung, Liebe und Anerkennung."

Die neue Frau des Vaters

Jedes zweite Wochenende den Papa ganz für sich alleine haben - das genießen viele Kinder. "Wenn dann plötzlich eine neue Frau im Leben des Vaters auftaucht, kann das für Kinder ein richtiger Schock sein", sagt Thomas Prünte, Diplom-Psychologe aus Hamburg. Väter sprechen das Thema daher besser vorsichtig an: "Fallen Sie nicht mit der Tür ins Haus, erzählen Sie Ihren Kindern zunächst nur, dass Sie eine Frau kennengelernt haben." Je nachdem, wie die Kinder darauf reagieren, könnten nächste Schritte folgen. "Sie sollten die Frau auf jeden Fall erst dann vorstellen, wenn Ihr Kind bereit dazu ist."

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