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Interview: "Suche Mann zum Kinderkriegen"

05.11.2008, 14:23 Uhr | ElitePartner

Partnersuche. viele Männer haben Angst, Vater zu werden. (Foto: Archiv)

viele Männer haben Angst, Vater zu werden. (Foto: Archiv)

Sie ist Mitte Dreißig, attraktiv, intelligent, erfolgreich im Beruf und von Männern umschwärmt. Doch vergrault sie jeden noch so heißblütigen Verehrer, wenn sie die Worte „Kinder“ oder „Familie“ erwähnt. Über ihre Erfahrungen bei der Partnersuche hat die Berliner Schauspielerin und Journalistin Johanna Kremer jetzt ein Buch geschrieben. Der Titel: Suche Mann zum Kinderkriegen. Mit diesem Problem ist sie nicht allein. Im Interview verrät sie, ob es schließlich doch noch ein Happy End für sie gab und warum Männer alles wollen - bloß keine Verantwortung übernehmen.#

Frau Kremer, warum hauen Männer ab, wenn es ernst wird?

Kremer: "Weil sie Angst haben, sich auf nur eine einzige Frau festzulegen. Es könnte ja noch eine Bessere kommen. Sie fürchten sich vor der Verantwortung, die eine ernste Beziehung mit sich bringt. Erst recht mit Kindern. Männer fühlen sich eingeengt, wenn ihre Freiheit durch eine Bindung eingeschränkt wird."

Was läuft da eigentlich falsch zwischen Männern und Frauen?

Kremer: "Das Problem ist die Zeit. Frauen unterliegen dem Diktat eines kurzen Zeitfensters, um eine Familie zu gründen. Männer haben dieses Problem nicht. Sie können auch mit Sechzig noch Kinder zeugen. Bei Frauen erzeugt das Druck. Und nichts ist schlimmer für die Liebe als Druck. „L’amour est l’enfant de la liberté“ heißt es, "die Liebe ist ein Kind der Freiheit". Aufgrund der weiblichen Biologie ist für viele Frauen das Ziel, nämlich eine Familie und Sicherheit, zeitweilig wichtiger als romantische Liebe in absoluter Freiheit.

Wieso lässt sich das nicht vereinbaren? Kinderkriegen ist doch etwas ganz Natürliches.

Kremer: "Es ist noch immer etwas ganz Natürliches. Aber unsere Gesellschaft mit ihren langen Ausbildungszeiten und den ewigen Jugendallüren hat das Gründen einer Familie zu einer Last gemacht. Die will man sich immer später im Leben überhaupt erst aufladen. Und dann hat „frau“ es plötzlich ganz eilig und „mann“ ergreift die Flucht. Früher gehörte es selbstverständlich dazu, dass ein Mann heiratet und eine Familie gründet."

Wissen Sie einen Ausweg aus diesem Dilemma?

Kremer: "Man sollte als Frau nicht der Denkfalle unterliegen, dass man ja noch Zeit hat. Und nicht ständig auf einen noch Besseren warten. Außerdem sollte man keine Kompromisse eingehen und seine Zeit mit jemandem verschwenden, der ganz andere Ziele im Leben hat."

Das müsste doch zu klären sein. Was machen Frauen und Männer denn eigentlich falsch?

Kremer: "Frauen stehen oft nicht zu ihren Wünschen, weil die gerade nicht 'en vogue' sind. Sie verstecken sich hinter ihren Karrieren und versuchen krampfhaft, ihr Glück in ihrer Unabhängigkeit zu sehen. Männer scheuen sich vor einer Entscheidung und handeln stattdessen bequem. Aber manchmal ist der zunächst unbequeme Weg der Bessere.

Sie haben kürzlich geheiratet. Was haben Sie anderes gemacht?

Kremer: "Ich habe einen Mann gefunden, der von vornherein feste Werte hat. Wir trafen uns in einer evangelischen Kirche. Er hat zwei Töchter und ist Arzt. Damit steht er für Beständigkeit und Verantwortung. Um mich in ihn zu verlieben, musste ich allerdings mein Beuteschema verlassen. Weg von Dingen, die mir vorher wichtig waren: Glamour, Titel, ein aufregendes Leben. Mein Mann fühlt sich allein aufgrund seines Glaubens zu Verbindlichkeit verpflichtet. Das ist wohl mein Glück."

Wie lautet Ihr Rat an die Frauen?

Kremer: "Den zweiten Blick abwarten. Nicht gleich einen Mann ablehnen, weil er den eigenen Vorstellungen zunächst nicht entspricht. Und suchen. Ich habe lange nach dem Richtigen gesucht.

Und Ihr Wunsch an die Männer?

Kremer: Dass sie manchmal auch zweimal hinschauen. Also eine Frau nicht nur nach dem Äußeren, sondern auch nach ihrem Inneren beurteilen. Und mutig sein zum Ja. Denn: Wer wagt, der gewinnt!

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