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Pubertät: Schwärmerei für Stars sollte nicht in Hysterie umschlagen

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Psychologie  

Star-Schwärmerei sollte nicht in Hysterie umschlagen

06.11.2008, 15:06 Uhr | ruf, ddp

Pubertät: Schwärmerei für Stars sollte nicht in Hysterie umschlagen. Schwärmerei für Stars sollte nicht in Hysterie umschlagen.

Schwärmerei für Stars sollte nicht in Hysterie umschlagen. (Foto: Archiv)

Poster der Band "Tokio Hotel" oder von Fußballstar "Schweini" hängen in vielen Kinderzimmern an der Wand. Manchmal reicht die Verehrung von Stars aus Popmusik oder Sport sogar so weit, dass Fanartikel einen Raum zu einer Art Museum werden lassen. "Die Identifizierung mit einem Ideal ist in der Vorpubertät und Pubertät ganz normal", sagt die Psychotherapeutin Astrid von Friesen, Autorin mehrerer Erziehungsratgeber. Je nach Naturell des Kindes sei die Schwärmerei mal mehr, mal weniger ausgeprägt.

Idole der Kinder akzeptieren

"In dieser Lebensphase suchen Kinder nach dem Sinn des Lebens und fragen sich, was sie glücklich machen könnte", erläutert Friesen. Dabei böten ihnen Musiker, Schauspieler oder Sportstars eine Orientierung. Für wen ihr Kind schwärmt, können Eltern meist nicht beeinflussen. "Sie sollten die Vorlieben ihres Kindes akzeptieren, selbst wenn sie es lieber hätten, dass es sich für Albert Schweitzer oder Sophie Scholl begeistert", sagt die Psychotherapeutin.

Schwärmerei sollte nicht übertrieben werden

Eltern müssten allerdings darauf achten, dass die Schwärmerei ihres Kindes nicht in Hysterie umschlägt. "Sie darf nicht zum Lebenssinn werden", betont Friesen, "denn ein Leben aus zweiter Hand macht nicht glücklich." Dafür sei es oft nötig, unrealistische Vorstellungen zu "erden". Denn hinter dem schönen Schein blieben etwa das harte Training oder der unglamouröse Alltag von Promis verborgen. Hierbei könne helfen, wenn das Kind seinem Liebling ganz praktisch nacheifere und zum Beispiel Gesangsunterricht nehme.

Persönliche Stärken erkennen

"Es ist auch ganz wichtig, dass das Kind seine persönlichen Fähigkeiten und Stärken herausfindet", fügt Friesen hinzu. Denn der Nachwuchs wird vielleicht nie kicken können wie "Schweini", ist aber womöglich ein guter Jugendgruppenleiter oder engagiert sich vorbildlich im Naturschutz.

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