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Kindern fehlt es an der richtigen Bewegung

13.11.2008, 16:23 Uhr

Der Sport in Deutschlands Schulen und Kindergärten hinkt im europäischen Vergleich erheblich hinterher. "Im Kindergarten fehlt es an der richtigen Qualifikation und ausreichend Personal, in der Schule wird zu wenig Sportunterricht erteilt. Das geht in anderen Ländern besser", sagte Professor Werner Schmidt bei der Übergabe des "Zweiten Deutschen Kinder- und Jugendsportberichts" an Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble in Essen. "Wir können von anderen Ländern lernen. Wir haben große Defizite", räumte Schäuble ein. Sport ist als Freizeitbeschäftigung die Nummer eins beim Nachwuchs. Weit mehr als die Hälfte der Kinder ist im Verein engagiert - bei den Siebenjährigen sind es sogar bis zu 75 Prozent. Jedoch reiche das nicht aus, heißt es in der von der Essener Krupp-Stiftung in Auftrag gegebenen Studie. Die Sportwissenschaftler zeigen sich unzufrieden: Weder für fehlende Bewegung im Kindergarten noch für die Praxis des Grundschulsports können sie Verständnis aufbringen.

Die Schüler sollen sich nicht nur in den wenigen Sportstunden bewegen. Auch im allgemeinen Unterricht sollten sie nicht dauernd zum Stillsitzen gezwungen sein, forderten die Experten. Denn Bewegung erhöhe die Aufmerksamkeit deutlich. Im Mathe-Unterricht könnten die Kinder zum Beispiel Rechnungen körperlich nachvollziehen. So lassen sich 100 Meter einfach ablaufen. "Bewegung fördert das Lernen", heißt es. "Wer sich mehr bewegt, ist auch in der Schule besser und legt ein besseres Sozialverhalten an den Tag", mahnt der Sportbericht.


(Quelle: dpa)


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