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Spielwaren: Sicherheit bei Kinderspielzeug (2)

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Sicheres Kinderspielzeug

19.11.2008, 17:04 Uhr | Robert Scholz

Das europäische Prüfsiegel

Das äußere Kennzeichen gesetzlich verankerter Sicherheitsstandards nach EU-Norm ist das 1988 für Spielzeuge eingeführte CE-Zeichen. In den entsprechenden Richtlinien werden die physikalischen, mechanischen und chemischen Eigenschaften für Produkte, die in der EU vertrieben werden dürfen, im Detail festgelegt. Die Kennung ist obligatorisch, wenn das Produkt unter die CE-Richtlinien der EU fällt. Faktisch, ist es eine Verpflichtungserklärung des Herstellers. Es bedeutet nicht zwangsläufig, dass hier auch eine Prüfung vorausgegangen ist. Eine Prüfung ist nur dann verpflichtend, wenn eine entsprechende Richtlinie der EU dies auch vorsieht. Ob geprüft wurde, ist am Zeichen selbst nicht erkennbar.

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Und in Deutschland?

Dies ist beim deutschen GS-Gütesiegel anders. Die "Geprüfte Sicherheit" (GS) wird von allen in Deutschland zugelassenen Zertifizierungsstellen vergeben. Der Hersteller unterzieht sich einer freiwilligen Prüfung, deren abschließendes Zertifikat für fünf Jahre gültig ist. Auch die gewerblichen Berufsgenossenschaften vergeben seit 1984 eigene Gütesiegel, zertifiziert durch eigene Prüfstellen. Das gut eingeführte TÜV-Siegel, ist ebenfalls mit einem hohen Vertrauensgrad besetzt und auf dem deutschen Markt fest etabliert.

Die aktuelle Sicherheitsdebatte

Absolute Sicherheit beim Spielzeug, ist, wie in allen anderen Lebensbereichen auch, nicht zu garantieren. Wenn Produzenten geltende Bestimmungen unterlaufen, kann das nur durch starke Kontrollen verhindert werden. Anfang des Jahres fand eine Anhörung der EU-Kommission zur Überarbeitung der nun mittlerweile 20 Jahre alten CE-Richtlinie für Kinderspielzeug statt. Im Fokus dabei, verschärfte Regelungen für Chemikalien: Ein Verbot von allergenen Duftstoffen, die Herabsetzung der Richtwerte für eine Reihe gefährlicher Substanzen wie Blei und Quecksilber und das Verbot von KEF-Stoffen (krebserregende, erbgut- und fortpflanzungsgefährdende Substanzen). Dabei wurde auch die faktische Abschaffung des GS-Gütesiegels in die Diskussion gebracht. Obligatorische Prüfungen durch Dritte sollen gänzlich entfallen. Dies würde bedeuten, dass verpflichtende Kontrollen weitgehend ausgeschlossen würden. Hiergegen regt sich Widerstand, nicht nur der Verbraucherschützer, sondern auch der deutschen Prüfgesellschaften.

Weltmarkt und Kontrolle

Da die Warenmärkte global agieren und Waren an den „verlängerten Werkbänken“ überall auf dem Globus hergestellt werden, lohnt sich ein Blick auf die großen Weltmärkte im Spielzeugsegment. Auf der Web-Page (www.healthytoys.org/product.searchbrand.php) finden sich eine Reihe von Testergebnissen etablierter Spielzeugmarken, die auch auf dem deutschen Markt vertrieben werden. Alphabetisch nach Markennamen geordnete Prüfdaten, erhoben von 13 amerikanischen Umweltorganisationen, werden hier zusammengefasst und kostenlos abrufbar.

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