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Aufklärung lässt in Deutschland zu wünschen übrig

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Sexualität  

Aufklärung lässt in Deutschland zu wünschen übrig

| Simone Blaß

Aufklärung lässt in Deutschland zu wünschen übrig. Aufklärung sollte in der Schule alltagstauglich betrieben werden.

Aufklärung sollte in der Schule alltagstauglich betrieben werden. (Bild: Imago)

Hier sind die Eltern, aber auch die Schule gefragt. Beratungs- und Aufklärungsangebote müssen leicht zugänglich gemacht werden. Es genügt nicht, nur die Vorgänge im Körper und das Thema Verhütung anzusprechen, auch das partnerschaftliche Miteinander sollte thematisiert werden. Sonst wird die sexuelle Freiheit schnell zu einem sexuellen Zwang.

Sexualkunde: Häufig nicht alltagstauglich

Der in den Schulen angebotene Sexualkundeunterricht ist als Unterstützung gedacht. Die eigentlichen Inhalte des Sexualkundeunterrichts, der inzwischen bereits in den Grundschulen gehalten wird, variieren stark von Lehrer zu Lehrer. Manche Lehrkräfte holen sich Unterstützung aus Beratungsstellen, manche gehen sehr ins Detail, andere beschränken sich auf körperliche Vorgänge und reagieren bei heiklen Themen nur. Oftmals werden lediglich die biologischen Inhalte vermittelt, alltagstaugliche Informationen wie die korrekte Verwendung von Verhütungsmitteln, bleiben außen vor. Eltern dürfen sich also auf keinen Fall rein auf den Sexualkundeunterricht als Aufklärungsmittel verlassen.

Rücksicht auf Religion

Übrigens: Auch streng muslimisch erzogene Mädchen dürfen nicht vom Sexualkundeunterricht befreit werden, da hier ein über die Verfassung verankerter eindeutiger Bildungsauftrag für die Schulen besteht. Die Lehrkraft muss aber auf religiöse Gefühle Rücksicht nehmen.

Die Hauptaufgabe liegt bei den Eltern

Aufklärung beginnt eigentlich bereits im Kleinkindalter. Hier werden zwar keine detaillierten Erklärungen erwartet, aber wie welcher Körperteil heißt, wie das Baby in Mamas Bauch und vor allem, wie es wieder herauskommt, das interessiert bereits Dreijährige oft brennend. Kinder fragen aber nur so viel, wie sie gerade verarbeiten können. Man sollte also auch nur das beantworten, was gefragt wurde. Das allerdings offen und ehrlich und ohne die Hinzunahme von Schmetterlingen oder Bienen. Hier wird es für manche Eltern, je nachdem wie sie mit ihrer eigenen Sexualität umgehen, bereits schwierig.

Wenn es peinlich wird

Noch komplizierter wird es, wenn mit steigendem Alter auch die Intensität der Fragen zunimmt, wenn immer mehr ins Detail gegangen werden muss und manche Gespräche für viele Eltern vor allem Jugendlicher einen peinlichen Charakter annehmen können. Wenn dem so ist, dann sollte man sich Hilfe holen und jemanden mit der Aufgabe betrauen, dem es einfacher fällt. Das kann eine Person aus der Familie sein, aber auch eine offizielle Stelle wie zum Beispiel Pro Familia.

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