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Schubsen und Haare ziehen: Aggressionen bei Kindern sind normal

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Schubsen und Haare ziehen: Aggressionen bei Kindern sind normal

27.11.2008, 11:14 Uhr | sca, ddp, dpa

Wann sich Erwachsene einmischen müssen

Natürlich gibt es auch Auseinandersetzungen, in die sich Erwachsene klar und unmissverständlich einmischen müssen. "Die Grenze liegt da, wo Gefahr besteht oder einer leidet", sagt Irmgard Schell. Das könne der Geschlagene sein, die ganze Gruppe oder auch das Kind selbst, das sich durch sein Verhalten isoliert. Eltern müssen aber nicht immer sofort auf alles eine Antwort haben. Ein klares "Nein!" kann helfen, die Situation zunächst zu unterbrechen. "Suchen Sie gegebenenfalls erst zu einem späteren Zeitpunkt gemeinsam mit den Kindern nach einer Lösung", rät Schell.

Umgang mit Gefühlen lernen

Hinter aggressivem Verhalten verbirgt sich immer die Frage nach dem Umgang mit Gefühlen. Vor allem Ärger, aber auch Angst, Scham, Eifersucht oder schlicht eine hohe Erregbarkeit können Gründe für Wutanfälle und Aggressionen sein. Dabei ist es wichtig, dass Kinder lernen, ihre Gefühle und Bedürfnisse zu spüren und zu artikulieren, sagt Irmgard Schell. "Wer immer alles runterschluckt, kann sich möglicherweise in gravierenden Situationen auch keine Hilfe holen." Allerdings müssten die Äußerungen in sozialverträglicher Weise geschehen. "Kinder müssen lernen: Alle Gefühle sind okay, aber nicht jedes Verhalten", bringt Monika Wertfein die Erziehungsanforderungen auf den Punkt.

Alternativen mit Kinder entwickeln

Bei diesem Prozess können Erwachsene Kindern helfen, indem sie mit ihnen Alternativen im Umgang mit den Gefühlen entwickeln. Mit dem Fuß stampfen, eine Zeitung zerreißen, die Treppe hochtrampeln - das alles kann ein Ventil sein, um mal richtig Dampf abzulassen. "Auch der 'Wuteimer', in den man ungehemmt reinbrüllen darf, leistet gute Dienste", sagt Irmgard Schell.

Vorgelebtes Verhalten ist entscheidend

All dies setzt voraus, dass Eltern sich bewusst machen, wie sie selbst mit Gefühlen umgehen. Das vorgelebte Verhalten ist wesentlich wirksamer als viele Appelle. Rebecca Dahl von der Hamburger Kindertagesstätte Bengel & Engel plädiert zudem für klare Regeln und Grenzen, um Kindern eine Orientierung zu geben. "Keine Grenzen schaffen Unzufriedenheit, auch das fördert aggressives Verhalten."

Kinder müssen sich auspowern können

Letztlich habe Aggression aber immer auch etwas mit Energie zu tun, die fließen muss. "Kinder müssen sich auspowern können", sagt Dahl. Da hilft alles, was mit Bewegung zu tun hat. "Auch in der Wohnung geht das: eine Kissenschlacht machen, sich durchkitzeln lassen, wild auf Schüsseln und Töpfen herumklopfen oder Musik aufdrehen und dazu tanzen."

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