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Kindersicherheit: Sicherheitstraining soll Kinder vor Gewalt schützen

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Kindersicherheit  

"Wehr Dich!" - Trainings sollen vor Gewalt schützen

21.01.2009, 09:53 Uhr | sca, dpa

Kindersicherheit: Sicherheitstraining soll Kinder vor Gewalt schützen. Was tun, wenn ein Fremder kommt? Das sollen Kinder in Sicherheitstrainings lernen.

Was tun, wenn ein Fremder kommt? Das sollen Kinder in Sicherheitstrainings lernen. (Bild: dpa)

Alle Eltern kennen die beklemmende Angst, dass ihr Kind Opfer von Gewalt werden könnte. Viele besorgte Mütter und Väter schicken ihren Nachwuchs deshalb zu einem Kindersicherheitstraining. In solchen Kursen sollen die Kinder lernen, sich besser gegen gewalttätige Angriffe zur Wehr zu setzen. Vertreter von Kinderschutzorganisationen und der Polizei raten, sich vor der Auswahl eines Kurses sehr genau zu informieren und auf die Qualität der Angebote und Trainer zu achten.

Unterschiedlichste Konzepte

"Es gibt die unterschiedlichsten Konzepte und viele verschiedene kommerzielle und auch andere Anbieter", erläutert Birgit Horländer vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg in Stuttgart. Einige Kurse arbeiten bereits mit Kindergartenkindern, die meisten richten sich jedoch an die Altersgruppe der Sechs- bis Zwölfjährigen.

Selbstbehauptung oder Selbstverteidigung?

Je nach konzeptionellem Schwerpunkt lassen sich Selbstbehauptungs- oder Selbstverteidigungstrainings unterscheiden. In beiden Fällen lernen die Kinder, mögliche Gefahren zu erkennen und Stimme und Gesten bewusst einzusetzen, um Hilfe zu holen. In Gesprächen und Rollenspielen trainieren sie, wie sie sich in gefährlichen Situationen verhalten können. Selbstverteidigungstrainings vermitteln den Kindern zusätzlich körperliche Abwehrtechniken.

Selbstsicherheit ist das Ziel

"Es geht bei den Selbstsicherheitstrainings aber nicht darum, Kindern vorzumachen, sie könnten sich gegen Erwachsene körperlich wehren", betont Martina Huxoll, Gewalt-Fachberaterin beim Deutschen Kinderschutzbund in Nordrhein-Westfalen. "Eher darum zu trainieren, selbstsicher aufzutreten." Dazu gehört es, Grenzen zu setzen, Bedürfnisse klar zu äußern und deutlich "Nein!" zu sagen. Außerdem müsse den Kindern klar gemacht werden: Die Verantwortung für Gewalt liegt immer bei dem Erwachsenen. Selbst wenn etwas passiert - Kinder tragen niemals die Schuld daran.

Schwachpunkt: Konzentration auf fremden Täter

Einhellig weisen die Expertinnen auf eine zentrale Schwäche vieler Kurse und Programme hin. Sie konzentrierten sich auf das Bild eines fremden Täters, etwa den unbekannten Mann, der mit Schokolade lockt oder aus seinem Auto heraus nach dem Weg fragt. "Das ist ein totaler Ausnahmefall", sagt Martina Huxoll, "wann lauert schon jemand im Gebüsch?" Nach wie vor kommen die meisten Fälle sexuellen Missbrauchs im Familien- und Bekanntenkreis vor. "Hier besteht eine viel größere Gefahr für Kinder als im öffentlichen Raum", bekräftigt Horländer.

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