Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Erziehung >

Pubertät: Jugendliche schämen sich für ihre Eltern

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Pubertät  

„Mann, seid ihr peinlich!“

29.01.2009, 16:10 Uhr | sca

Pubertät: Jugendliche schämen sich für ihre Eltern. Schild keine Eltern.

In der Pubertät finden Kinder ihre Eltern meistens nur noch peinlich. (Bild: Archiv)

Irgendwann trifft es alle Eltern: Die Kinder - oder eigentlich sind es schon Jugendliche - fangen an, Mutter oder Vater als peinlich zu empfinden. Dinge, die bis eben noch völlig normal im Familienleben waren, sind den Teenager plötzlich unangenehm: Beim Internet surfen über die Schulter schauen, selbst gebackene Kekse in der Brotdose, der rote Lippenstift der Mutter, die dummen Witze vom Vater, der Abschiedskuss. Obwohl alle Eltern wissen, dass die Pubertät nicht mehr fern sein kann, kommt für die meisten das ablehnende Verhalten doch überraschend.

Auch kleinere Kinder schämen sich

Auch bei kleineren Kinder kommt es dann und wann vor, dass sie sich für ihre Eltern schämen. Hauptmotiv in diesem Alter ist der Wunsch nach Gruppenzugehörigkeit und die Angst durch auffallendes Verhalten der Eltern aus der Gruppe ausgeschlossen zu werdAuch bei kleineren Kinder kommt es dann und wann vor, dass sie sich für ihre Eltern schämen. Hauptmotiv in diesem Alter ist der Wunsch nach Gruppenzugehörigkeit und die Angst durch auffallendes Verhalten der Eltern aus der Gruppe ausgeschlossen zu werden. Für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren ist es besonders schwierig, wenn das Verhalten ihrer Eltern nicht der Norm in ihrem Umfeld entspricht. Wenn die Eltern zum Beispiel aus Überzeugung kein Auto fahren, während alle anderen in schicken Schlitten daherkommen.en. Für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren ist es besonders schwierig, wenn das Verhalten ihrer Eltern nicht der Norm in ihrem Umfeld entspricht. Wenn die Eltern zum Beispiel aus Überzeugung kein Auto fahren, während alle anderen in schicken Schlitten daherkommen.

Kaum noch eine Chance

In der Pubertät haben Eltern dann kaum noch eine Chance, etwas richtig zu machen. Denn Jugendliche wollen in diesem Alter vor allem eins: sich von ihren Eltern abgrenzen und ihre eigene Identität finden. Deshalb ist es zum Beispiel auch besonders unangenehm, wenn die Mutter vielleicht unbewusst die Teenagersprache übernimmt und die neue Hose als „stylisch“ oder die Frisur als „cool“ bezeichnet. Oder wenn sich Papas Kleidung nicht von der der Freunde unterscheidet. Aber auch die pure Anwesenheit eines Elternteils kann ausreichen, damit sich die Kinder schämen. Sich raushalten und das Jugendzimmer nicht betreten ist da das Sicherste. Und so werden manche Eltern angewiesen, sie bräuchten nicht witzig zu sein, wenn ihre Freundinnen da sind, und sollten einfach nur "Guten Tag" sagen.

Von einem Fettnäpfen ins Nächste

So treten die Eltern von einem Fettnäpfen ins nächste. Die Teenager fühlen sich durch viele ihrer Verhaltensweisen nicht ernst genommen und empfinden sie als übergriffig. Nach einer im März 2008 vom Fernsehsender Ki.KA durchgeführten Umfrage, wird die Hitliste der Peinlichkeiten vom Küsschen in der Öffentlichkeit angeführt. Auf Platz zwei folgt „wenn ich Besuch habe und meine Eltern andauernd ins Zimmer kommen“.

Auch für Eltern eine schwierige Situation

Gerade hatten wir noch die liebsten Kinder und unser fürsorgliches Verhalten wurde gerne angenommen, jetzt sollten wir uns - wenn es nach unseren Sprösslingen ginge - am liebsten in Luft auflösen oder zumindest einen großen Sicherheitsabstand einhalten. Auch den Mund sollten wir am besten halten. Für manche Eltern kann das verletzend sein.

Das können Eltern tun

Gelassenheit ist angesagt! Machen Sie sich klar, dass es Ihnen nicht alleine so geht und dass diese Aufmüpfigkeit zum normalen Abnabelungsprozess gehört. Hinter dem Verhalten steckt keine böse Absicht. Indem ihre Kinder ihre Lebensweise und ihr Verhalten in Frage stellen, entwickeln sie eigene Vorstellungen vom Leben. Versuchen Sie, das Verhalten ihres Kindes zu verstehen. Erinnern Sie sich an ihre eigene Kindheit und wie peinlich Ihnen das Verhalten ihrer Eltern war. Dann erscheinen uns manche Wünsch der Kinder nachvollziehbarer, zum Beispiel das an die Tür-Klopfen oder die Bitte, Küsse in der Öffentlichkeit zu unterlassen. Und versuchen Sie zu genießen, dass Sie sich wieder mehr eigenen Hobbies widmen können.

Es gibt auch Grenzen

Bei allem Verständnis gibt es für das Verhalten der Pubertierenden auch Grenzen. Wenn sie sich gar nicht mehr mit den Eltern sehen lassen wollen und nur noch ablehnend reagieren, sollten sie das Gespräch mit ihren Kindern suchen. Erklären Sie ihnen, wie schmerzlich das Verhalten für Sie ist und fragen Sie nach Gründen. Manchmal liegen diese ganz nah. Wenn Ihr Kind sich zum Beispiel so sehr für Ihre Frisur schämt, dass es sich nicht mehr mit Ihnen zeigen will, sollten Sie von ihm Toleranz einfordern, so wie Sie auch gegenüber ihrem Kind tolerant sind.


Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Auf flachen Sohlen - Schuhe für die kühle Jahreszeit

Angesagte Stiefel, trendige Schnürer, klassische Stiefeletten u.v.m. jetzt entdecken bei BAUR.

Shopping
Mit dem Multitalent wird jedes Kochen zum Erlebnis

Krups Multifunktions-Küchenmaschine HP5031: Ihr Partner für kreative Kochideen! bei OTTO.de

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal