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Lautstärke bei Spielzeug

06.02.2009, 15:17 Uhr | ots. mmh

Rasseln können zu laut sein.Rasseln können zu laut sein. (Bild: imago)1-

VDE: Babys und Kleinkinder vor Hörschäden schützen / Elektronische Rasseln und andere akustische Spielzeuge können für Kinder viel zu laut sein

Frankfurt am Main (ots) - Der Trend geht weiterhin in Richtung elektronisches Spielzeug ("Youth Electronics"), wie die Spielzeugmesse in Nürnberg zeigt. Besonders gefragt sind so genannte Mini-Helikopter, interaktive Roboter und digital gesteuerte Autorennbahnen. Für Babys und Kleinkinder sind musizierende MP3-Plüschtiere und Babyrasseln mit elektronischen Features wie Soundeffekte die Renner im Verkaufsregal. Was viele Eltern aber häufig nicht wissen: Akustische Spielzeuge können für Babys und Kleinkinder viel zu laut sein. Elektronische Rasseln und Quietschspielzeuge etwa dürfen einen Wert von 85 Dezibel (dB(A)) nicht überschreiten, um bei Kindern keine Hörschäden hervorzurufen.
Wie können Eltern ihre Kinder schützen? Die Dezibelzahl steht in den seltensten Fällen auf der Verpackung. Noch dazu haben wir in Deutschland keine Prüfpflicht für Spielzeug. Laut Branchenschätzung werden für den deutschen Markt lediglich 20 Prozent aller Spielzeuge von unabhängigen Testhäusern auf ihre Sicherheit geprüft. In internationalen Märkten dürfte diese Zahl noch wesentlich geringer ausfallen. Wer auf Nummer sicher gehen will, achtet deshalb auf neutrale Prüfzeichen wie das VDE-Dreieck.

"Die CE-Kennzeichnung halten viele Eltern fälschlicherweise für ein Sicherheitszeichen" warnt Dr. Thomas Seitz vom VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut in Offenbach. Besonders bei Kleinkindern ist Vorsicht geboten. Zwar können Eltern beim Kauf die Lautstärke des Spielzeugs testen, was jedoch für Erwachsene noch im Normbereich sein mag, ist für die Ohren eines Kleinkindes purer Krach. Eine Dauerbeschallung mit einer zu lauten Babyrassel kann im schlimmsten Fall zu einer permanenten Schädigung der Ohren führen.

"Beim Spielzeug hört der Spaß für unsere Prüfingenieure auf", so Seitz. Nur Rasseln, Teddys und Autos, die erfolgreich die Akustikprüfung, Brandprüfung und chemische Analyse bestehen, erhalten das VDE-Dreieck. "Wir testen nicht nur Geräuschemissionen, sondern prüfen bei Teddys und Co. auch die Brennbarkeit, das Verschluckungsrisiko und ob giftige oder krebserregende Stoffe im Material enthalten sind."

Über das VDE-Institut:

Seit 1920 steht das VDE-Zeichen für Sicherheit und Qualität in der
Elektro- und Informationstechnik. Mehr als 100.000 Geräte pro Jahr unterziehen die unabhängigen Prüfingenieure des VDE einem Härtetest bevor sie das VDE-Prüfzeichen erhalten. Rund um den Globus überwachen die VDE-Ingenieure mehr als 7.000 Fertigungsstätten.
Kooperationsvereinbarungen mit mehr als 50 Ländern sorgen dafür, dass die vom VDE-Institut durchgeführten Prüfungen international anerkannt sind. Weltweit tragen 200.000 Produkttypen mit einer Million Modellvarianten das VDE-Zeichen.

Im Bereich Spielzeug werden folgende Prüfungen durchgeführt:

Mechanische Prüfung: Hierbei wird beispielsweise getestet, ob gewährleistet ist, dass ein Batteriefach vom Kind nicht geöffnet werden können. Oder ob scharfe Kanten und gefährliche Spitzen das Kind beim Spielen verletzen können. Auch ein Test auf "Kleine Teile"
gehört zum Prüfumfang. So muss gewährleistet sein, dass Einzelteile für Kleinkinder groß genug sind, um nicht verschluckt zu werden beziehungsweise kein Erstickungsrisiko besteht.

Geräuschemission: Im Akustiklabor wird mit empfindlichen Mess-Mikrofonen der vom Spielzeug abgegebene Schalldruckpegel gemessen. Dabei werden verschiedene Verfahren angewendet, zum Beispiel Spitzenschalldruckpegel oder Schalldruckpegel unter Freifeldbedingungen. Chemische Analyse: Im Chemielabor wird das chemische Gefahrenpotential der verwendeten Materialien (Kunststoffe, Metalle, Textilien) mit Hilfe analytischer Methoden wie Röntgenfluoreszenzspektroskopie oder optischer Emissionsspektroskopie untersucht. Dabei stehen vor allem Elemente wie Blei, Kadmium, Chrom und Quecksilber aber auch Gifte wie Arsen auf der Fahndungsliste.
Ergänzende Untersuchungen zum Nachweis organischer Schadstoffe wie polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe oder Weichmacher
kommen hinzu.Originaltext: VDE Verb. der Elektrotechnik Elektronik

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