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YouTube-Hype: Vater filmt Drogentrip nach Zahnarztbesuch

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YouTube-Hype: Drogentrip nach Zahnarztbesuch

09.02.2009, 12:37 Uhr | Felix Knoke, Spiegel Online, mmh , Spiegel Online

Der siebenjährige David steht nach einem Zahnarztbesuch vollkommen neben sich. Sein Vater filmt den Drogentrip, das Video explodiert bei YouTube zum Videohit. Die ersten Remixe sind längst da. Und auch die Kritiker: Darf man so was?

Schmerz und Internet-Ruhm

Der direkte Weg zum kleinen Internet-Ruhm verläuft nicht selten über großen Schmerz. Wer sich die Nasenhaare effektvoll abfackelt, sich todesmutig von Hausdächern stürzt oder seinen übellaunigen Freunden die Kontrolle über das eigene Wohlbefinden überlässt, hat es nicht mehr weit bis zum YouTube-Erfolg. So ähnlich gilt das auch für all die zuckersüßen Momente, festgehalten auf Festplatte, die zum Internet-Renner werden: pfötchenhaltende Otter, einschlafende Katzen, herzergreifend kichernde Säuglinge. Zwischen Herzinfarkt und Herz in Fahrt findet sich in den Weiten der Online-Videos ansonsten vor allem Langeweile.

Medikament als Droge

Bis jetzt ein kleiner Junge den Spalt zwischen Schmerz und Herz schließt: David. Im Sommer 2008 muss er zum Zahnarzt, ein Zahn muss raus. Damit das Zähneziehen nicht allzu schmerzvoll ist, verabreichte ihm der Zahnarzt ein Medikament. Es war das Elixier, mit dessen Hilfe David innerhalb weniger Tage zum schnellstwachsenden Internet-Erfolg in der Geschichte von YouTube wurde. David, das muss man wissen, sprach außergewöhnlich gut auf die Medizin an, erkundete vor der laufenden Kamera seines Vaters neue Welten, zeigte sich überrascht von neuen Eindrücken und Einblicken. In sich und in die Welt: "Is this real life?", ist das das echte Leben?

Vater filmt den Drogentrip

David, gerade einmal sieben Jahre alt, erlebte seinen ersten Drogenrausch. Vor laufender Kamera. Und die ganze Welt schaut zu, wie ein kleiner, reichlich illuminierter Junge mit gewaltigen Zahnlücken und wirrem Blick versucht, seinen Zustand und die Welt zu verstehen, die Worte zu ordnen und einfach mal so furchteinflößend wie ein Dinosaurier loszuschreien.

Zweifelhafter Erfolg: Shooting-Star im Internet

Knapp vier Millionen Mal wurde das Video bei YouTube innerhalb einer Woche angeklickt. Google listet bereits eine Viertel Millionen Suchergebnisse für den Titel des Videos: "David after Dentist". Zahllose Blogs verweisen auf den Clip. Schneller schaffte es wohl noch nie ein Internet-Video zu so viel Erfolg. Und überall, vor allem natürlich in den YouTube-Kommentarspalten geht jetzt die Frage um: Darf man das? Was für ein Vater ist das, der seinen berauschten, minderjährigen Sohn filmt und dem Internet-Pöbel zum Gespött überlässt? Weniger kritische David-Fans haben sich das kuriose Video derweil vorgenommen und nach eigenem Ermessen umgestaltet.

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