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"Eine Ohrfeige hat noch niemandem geschadet"

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Gewaltfreie Erziehung  

"Eine Ohrfeige hat noch niemandem geschadet"

17.02.2009, 12:42 Uhr

Sich eine Auszeit nehmen

Dass Kinder ihre Eltern an den Rand der Verzweiflung und vor allem an die Grenze ihrer Geduld bringen können, ist keine Frage. Tritt eine solche Situation ein, gilt es, frühzeitig den nötigen Abstand zu nehmen. Sich selbst ein paar Minuten Auszeit zu gönnen, um abzukühlen. Bei größeren Kindern kann das ein Spaziergang um den Block sein oder aber auch einfach nur bedeuten, das Kind in einen anderen Raum zu schicken, um ihm so die Möglichkeit zu nehmen, weiter zu provozieren. Bei kleineren Kindern, die man noch nicht alleine lassen kann, ist es entweder sinnvoll, sie schnell jemandem anzuvertrauen oder, wenn das nicht geht, sich möglichst umgehend mit ihnen auf den Weg nach draußen zu machen. Die Veränderung des Umfelds und die Bewegung beruhigt die Gemüter und lässt die Konfliktsituation schnell in einem anderen Licht erscheinen.

Vorbildfunktion der Eltern

Sprüche wie ‚Wer nicht hören will, muss fühlen‘ sollten der Vergangenheit angehören. Allerdings ist eine gewaltfreie Erziehung nicht gleichzusetzen mit einer antiautoritären Erziehung. Regeln und Grenzen geben Sicherheit und sind Orientierungshilfen für das Kind. Diese Grenzen müssen aber so gesetzt werden, dass sie nicht Gehorsam und Unterwerfung einfordern, sondern dem Kind die Möglichkeit geben, in einem sicheren Rahmen Erfahrungen zu sammeln und sich an dem elterlichen Vorbild zu orientieren. Kinder lernen von ihren Eltern. Und dazu gehört auch, dass sie sich abschauen, wie diese mit Konflikten umgehen. Reagieren die Eltern mit Gewalt, so wird es auch den Kindern kaum einleuchten, warum das kein adäquater Weg ist. Rachegefühle und Gegengewalt können eine weitere Folge sein.

Gefühle richtig einordnen

Kinder dürfen durchaus mitbekommen, dass ihre Eltern in bestimmten Situationen verärgert, ja wütend reagieren. So lernen sie diese Gefühle einzuschätzen und erkennen den Zusammenhang zwischen einer bestimmten Situation und einer Emotion. Doch das Kind muss immer spüren, dass es so geliebt wird, wie es ist. Auch dann, wenn es nicht so ist, wie die Eltern es gerade gerne hätten oder wenn ihm ein Missgeschick passiert.

Hilfe von außen in Anspruch nehmen

Sich z.B. an eine Erziehungsberatungsstelle zu wenden, zeugt nicht von Kapitulation vor der Situation, sondern von innerer Größe. Hier finden Betroffene vertrauliche Ansprechpartner, die ihnen nicht mit Vorwürfen, sondern mit Verständnis begegnen. Die helfen, die guten Seiten zu stärken und gewaltfreie Wege aus Konfliktsituationen zu finden. „Es ist für Eltern immer ratsam, für die eigenen Kräfte zu sorgen. Das bedeutet auch, sich nicht alleine mit den Erziehungsfragen zu plagen, sondern z.B. einen Elternkurs zu besuchen, wo auch mit Freude und Humor über Alltagsthemen gesprochen werden kann. Der Kinderschutzbund bietet in diesem Zusammenhang ‚Starke Eltern – Starke Kinder‘ an“, so Honkanen-Schoberth. Man kann aber auch jederzeit das Elterntelefon anrufen. Kostenlos und anonym ist es unter 0800 – 111 0 550 zu erreichen. Hilfe gibt es auch bei: http://www.elterntelefon.org/

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