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Kinder im Terminstress: Für einfaches Spielen bleibt oft keine Zeit mehr II

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Terminstress schon bei den Kleinsten

17.04.2009, 16:59 Uhr | Simone Blaß, dpa

Zu viel Förderung kann zu Leistungsdruck führen

Eltern meinen es gut, wenn sie ihre Kinder alles ausprobieren lassen wollen. Die Kleinen sollen auf diesem Weg optimal gefördert und stark gemacht werden für die (berufliche) Zukunft. Und manchmal sollen sie auch das erfüllen, was in der eigenen Kindheit auf der Strecke geblieben ist. Doch das kann nach hinten losgehen. Denn der Terminstress, dem viele Kinder ausgesetzt sind, führt nicht nur vermehrt zu körperlichen Beschwerden wie Mattigkeit, Schlafstörungen und Kopfschmerzen, er führt oft auch dazu, dass das Kind die Lust am Angebot komplett verliert.


Zeiträuber erkennen

Die kindliche Energie scheint manchmal unerschöpflich. Sie wollen alles wissen, alles ausprobieren und der Tag bräuchte mindestens doppelt so viele Stunden. Doch die elterliche Aufgabe ist es, herauszufinden, was das Kind wirklich interessiert. Was ihm Spaß macht und was eventuell zu seinem Hobby werden könnte. Nicht jeder Junge interessiert sich für Fußball und nicht jedes Mädchen für Ballett. Auch dann nicht, wenn die Eltern das gerne hätten. Zwangsveranstaltungen dieser Art können schnell zu Zeiträubern werden, die genau das verhindern, was eigentlich erreicht werden soll: das Entspannen vom Alltag.


Freizeit gemeinsam genießen

Besser ist es, ein oder zwei Dinge herauszusuchen, an denen das Kind besonders viel Spaß hat und den Rest der Woche nach freiem Willen zu gestalten. So entsteht die Möglichkeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Denn die Zeit, die man als ‚Mamataxi‘ verbringt, um die Kinder von einem Termin zum nächsten zu chauffieren, kann man deutlich besser und sinnvoller mit ihnen zusammen verbringen. Und die Kinder dazu animieren, sich zum Beispiel mehr mit dem Thema Bewegung zu beschäftigen. Ein gemeinsames Fangenspielen, eine Schlittenpartie oder ein Schwimmbadbesuch sorgen für den entsprechenden Ausgleich zu Schule, Hausaufgaben, Computer und Fernseher. Und nicht nur das: Gemeinsame Unternehmungen machen Spaß, fördern das soziale Verhalten und die Bindung zueinander. Und wenn mal alle keine Lust haben, dann muss es auch erlaubt sein, ein bisschen zuhause zu relaxen.


Ruheräume schaffen

Freizeit sollte wieder das werden, was sie eigentlich bedeutet: freie Zeit! Ohne Druck, ohne Erwartungen, ohne Stress - denn Kinder erleben in ihrem Kindergarten- und Schulalltag sehr viele unterschiedliche Situationen, die es im Lauf des restlichen Tages zu verarbeiten gilt. Und dafür ist Ruhe notwendig. Abschalten ohne Leistungsdruck, ohne Erfolgszwang. Und die Möglichkeit, sich auch mal ein bisschen Zeit zu lassen, bevor man etwas erzählt. Ein gemeinsamer Spaziergang, auf dem man zum Beispiel Bastelmaterialien sucht, hat schon so manches Problem gelöst. Die Kinder merken, dass die Eltern jetzt Zeit haben, sich diese nur für sie nehmen und völlig ohne Ablenkung von Außen für sie da sind. Das fördert manches gute Gespräch.


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