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Erstgeborene, Sandwichkinder und Nesthäkchen

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Geschwisterposition  

Erstgeborene, Sandwichkinder und Nesthäkchen

10.12.2009, 12:30 Uhr | sca

Provokation oder Verschlossenheit

Nicht selten kämpfen sie so durch provokatives Verhalten um die Beachtung der Eltern, sind fordernder und aggressiver als ihre Geschwister. Andere Kinder zeigen ein besonders verschlossenes Verhalten und wenden sich schon früh nach außen, indem sie viele Kontakte außer Haus haben.

So unterstützen Eltern ihr Mittelkind

Zeigen Sie Ihrem Mittleren, das er etwas Besonderes für sie ist. Achten Sie darauf, seine Leistungen hervorzuheben und nicht als selbstverständlich zu betrachten. Damit das mittlere Kind nicht so um seine Aufmerksamkeit kämpfen muss, ist es wichtig, mit ihm alleine Unternehmungen zu machen oder zu spielen. Es sollte auch mal alleine die Großeltern besuchen und ab und zu ein neues Kleidungsstück aussuchen dürfen, zum Beispiel mit seinem Lieblingshelden darauf. Gerade bei Hobbies, die ihrem mittleren Kind besonders wichtig sind, sollten sie diesem, wenn möglich, durch den Kauf einer eigenen neuen Flöte oder neuer Fußballschuhe die nötige Aufmerksamkeit schenken.

Das Nesthäkchen

Mit dem Begriff des Nesthäkchens wird das jüngste, letztgeborene Kind bezeichnet, das als letztes „aus dem Nest fliegt“. Die Verwandtschaft ist vom Nachkömmling begeistert, alle finden es süß. Diese Kleinen schaffen es meistens problemlos, ihre Eltern, Omas und Opas, um den Finger zu wickeln. Oft werden sie von den Eltern verwöhnt und es wird auch nicht so viel von ihnen verlangt. Wollen sie zwei- oder dreijährig noch immer viel getragen werden, erreichen sie oft ihr Ziel. Schließlich muss die Mutter weder Kinderwagen schieben noch trägt sie einen dicken Babybauch vor sich her. Das handelt ihnen nicht selten Ärger mit den älteren Geschwistern ein.

Kleine genießen Privilegien

Die Kleinen erleben ihre Eltern oft entspannter als die Geschwister. Sie stehen nicht mehr so stark unter der Beobachtung der Eltern, alleine aus zeitlichen Gründen. Gleichzeitig genießen sie oft schon früh Privilegien, für die ihre älteren Geschwister hart gekämpft haben. Die Geschwister finden das oft ungerecht, schließlich war es für sie nicht selbstverständlich, mit 15 Jahren bis Mitternacht unterwegs sein zu dürfen, oder mit zehn Jahren einen Film für 12-Jährige anzuschauen.

Ungerecht behandelt?

Auch wenn sie von ihren Eltern mit mehr Nachsicht behandelt werden, so fühlen sich die Nesthäkchen in der Regel ungerecht behandelt. Von ihnen gibt es viel weniger Babyfotos als von ihren älteren Geschwistern, für Babyschwimmen und Kinderturnen bleibt keine Zeit.  Die Kleinsten orientieren sich immer an den Großen, sie sind der Maßstab aller Dinge. Manche reagieren darauf, indem sie sich ein Leben lang in der Rolle des „süßen Kleinen“ einrichten. Andere spornt es erst richtig an, allen zu zeigen, was in ihnen steckt. Die großen Geschwister zu übertrumpfen, ist das Höchste. Vor allem, wenn sie das gleiche Geschlecht haben.

So unterstützen Sie Ihr Nesthäkchen

Achten Sie darauf, dass auch ihr Nesthäkchen kleine altersgerechte Aufgaben im Haushalt übernimmt und so lernt Verantwortung zu übernehmen. Vergessen Sie nicht, dass auch das Nesthäkchen die Familienregeln beachten muss. Es ist außerdem wichtig, dass sie auch Ihr Nesthäkchen fordern. Letztgeborene sind meist nur wenig ehrgeizig oder geben den Clown, weswegen sie oft hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Ähnlich wie die mittleren Kinder brauchen die Jüngsten das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Hängen Sie beispielsweise seine Kunstwerke aus Kindergarten oder Schule auf.

Alle Geschwister profitieren

In Wahrheit aber profitieren alle Geschwister voneinander, ganz gleich, ob älter oder jünger, sagt der Geschwister-Experte am Staatsinstitut für Frühpädagogik, Hartmut Kasten. „Sie trainieren Kompromisse zu verhandeln, Bündnisse zu schmieden, konstruktiv zu streiten - das ist soziales Training für das ganze Leben.“


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