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Sexualität  

Beeinflusst Musik das Sexualverhalten?

04.03.2009, 15:32 Uhr | rev, AFP

. Haben Musik-Acts wie Snoop Dogg einen schlechten Einfluss auf das Sexualverhalten von Teenagern?

Haben Musik-Acts wie Snoop Dogg einen schlechten Einfluss auf das Sexualverhalten von Teenagern? (Bild: dpa)

Eine US-Studie hat die Debatte wieder aufleben lassen, ob Musiktexte Jugendliche früher dazu bringen, Sex zu haben. Sie sieht einen Zusammenhang zwischen dem Hören sexuell aggressiver Musik und dem Alter des ersten Geschlechtsverkehrs. Zwar seien sexuell aggressive Musiktexte nicht der Auslöser für Sex bei Jugendlichen, sagte Mitautor Brian Primack von der Universität von Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania. Sie seien aber "ein wahrscheinlicher Faktor" bei Verhaltensmustern in der sexuellen Entwicklung.

Musikgeschmack und sexuelles Verhalten

In ihrer Studie haben Primack und seine Kollegen die Lieder in den US-Billboard-Charts nach sexueller Aggressivität ihrer Texte eingeteilt. Sie fragten dann 711 Schüler zwischen 15 und 16 Jahren nach ihrem Musikgeschmack und ihrem Sexualverhalten. Insgesamt hatten 31 Prozent der Teilnehmer bereits Geschlechtsverkehr. Bei den Teenagern, die eher harmlose Musiktexte hörten, waren es aber nur 20,6 Prozent. Dagegen hatten bei den Hörern von Songs, die Sex als rein körperlichen Akt beschrieben, bereits 44,6 Prozent Sex.

Wenn Musiktexte beginnen die Weltsicht zu bestimmen

"Diese Texte beschreiben oft aggressive Männer und unterwürfige Frauen, was Jugendliche dazu bringen kann, dieses Muster für sexuelles Verhalten in ihre Weltsicht einzubauen", sagte Primack. "Jugendliche könnten sich gezwungen sehen, solche Verhaltensmuster auszuleben, ob sie in die Rolle der Frau oder des Mannes schlüpfen."

Eltern sollten Musikkonsum besser überwachen

Verfechter einer stärkeren Kontrolle von Musiktexten sahen sich durch die im "American Journal of Preventive Medicine" veröffentlichte Untersuchung bestätigt. Sie forderten Eltern auf, den Musikkonsum ihrer Kinder stärker zu überwachen.

Dauerdebatte

Der Musikpsychologe Raymond MacDonald von der britischen Glasgow Caledonian Universität riet dagegen zur Gelassenheit. Das sei "eine Dauerdebatte", die in jeder Generation neu aufbreche, sagte er. "Brauchen wir wirklich dafür eine Lösung?" Geändert habe sich lediglich, dass Altersgrenzen heute verwischt seien und nicht mehr alle dieselbe Musik hörten. "Vielleicht sollten wir eine Studie machen, um zu sehen, ob die Musik auf Großeltern einen genauso schlechten Einfluss hat", witzelte er.

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